Deutsche Tageszeitung - 25 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt

25 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt


25 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt
25 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt / Foto: © AFP/Archiv

Ein Viertel aller Arbeitnehmer und Selbstständigen in Deutschland arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice. Damit lag der Anteil im vergangenen Jahr leicht über dem EU-Durchschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. In den Niederlanden arbeiten demnach sogar 52 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus, in Schweden beträgt der Anteil 45 Prozent und in Luxemburg 43 Prozent.

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Arbeiten im Homeoffice hat sich seit der Corona-Pandemie etabliert. 2021 waren es 25 Prozent der Erwerbstätigen, danach ging der Anteil wieder leicht zurück. Im Jahr 2023 lag er bei 23 Prozent, 2024 dann bei 24 Prozent, 2025 wieder bei 25 Prozent. Aktuell fordert etwa der Deutsche Gewerkschaftsbund wegen der hohen Spritpreise mehr Homeoffice.

Im vergangenen Jahr arbeiteten 24 Prozent der Erwerbstätigen, die Homeoffice nutzten, ausschließlich von zu Hause aus, wie das Statistikamt mitteilte. 46 Prozent dagegen arbeiten weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage zu Hause. Den höchsten Anteil unter diesen Erwerbstätigen hatten laut Statistikamt die 35- bis 44-Jährigen mit 30 Prozent. Hier dürften unterschiedliche private und berufsbedingte Faktoren eine Rolle spielen, erläuterte das Statistikamt - in den mittleren Altersjahren könne die Notwendigkeit, private Verpflichtungen mit dem Beruf zu vereinbaren, zu einer stärkeren Nutzung des Homeoffice führen.

Die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Bettina Kohlrausch, forderte ein Recht auf Homeoffice. Mit 25 Prozent der Erwerbstätigen sei das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, "noch lange nicht ausgeschöpft". Gerade für Frauen, "die im Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit".

(L.Svenson--DTZ)

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