Deutsche Tageszeitung - Hohen Zulassungszahlen im März - EU-Neuwagenmarkt im ersten Quartal stark

Hohen Zulassungszahlen im März - EU-Neuwagenmarkt im ersten Quartal stark


Hohen Zulassungszahlen im März - EU-Neuwagenmarkt im ersten Quartal stark
Hohen Zulassungszahlen im März - EU-Neuwagenmarkt im ersten Quartal stark / Foto: © AFP

Nach einem vergleichsweise schwachen Start ins Jahr haben hohe Zulassungszahlen im März dem EU-Neuwagenmarkt ein unter dem Strich starkes erstes Quartal beschert. Gut 2,8 Millionen Autos wurden in den ersten drei Monaten des Jahres neu zugelassen - rund vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte. Im März allein stiegen die Zulassungen um fast 13 Prozent.

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Besonders der Absatz von E-Autos stieg über das Quartal gesehen stark, um 32,5 Prozent auf knapp 550.000. Auch der Absatz von Hybriden legte um 12,8 Prozent zu, Plugin-Hybride stiegen sogar um 29,7 Prozent. Benziner waren hingegen deutlich weniger nachgefragt. Ihre Zulassungszahl sank um 18,2 Prozent. Bei Dieseln gab es ein Minus um 15,7 Prozent.

Den größten Marktanteil hatten den Angaben von Acea zufolge Hybridwagen mit 38,6 Prozent, gefolgt von Benzinern mit 22,6 Prozent. E-Autos folgten dicht dahinter mit 19,4 Prozent Marktanteil. Diesel kamen im ersten Quartal 2026 noch auf 15,7 Prozent und Plugin-Hybride auf 9,5 Prozent.

Der Autoexperte Constantin Gall von der Beratungsfirma EY befürchtet allerdings ein "Strohfeuer": Es scheine, als hätten einige Autohersteller "zum Abschluss des Quartals noch in großem Stil Neuwagen in den Markt gedrückt", etwa über Tageszulassungen. "Es steht zu befürchten, dass sich der starke März als ein Strohfeuer erweisen wird und wir in den kommenden Monaten eine deutlich verhaltenere Entwicklung sehen werden."

Seine Skepsis begründet Gall auch mit der aktuellen Wirtschaftslage in Europa: "Die Spannungen im Nahen Osten, die massiv steigenden Kraftstoffpreise und eine wahrscheinlich deutlich steigende Inflation in den kommenden Monaten werden den Neuwagenmarkt bremsen, denn in derart unsicheren Zeiten werden große Anschaffungen vertagt."

(N.Loginovsky--DTZ)

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