Deutsche Tageszeitung - Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu

Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu


Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu
Bahn-Chefin Palla sichert stabile Preise für ICE-Tickets für ein Jahr zu / Foto: © AFP

Die Deutsche Bahn will die Ticketpreise im Fernverkehr laut ihrer Chefin Evelyn Palla trotz steigender Energiepreis für ein Jahr einfrieren. "Vom 1. Mai an halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil", sagte Palla der "Bild am Sonntag". Damit sorge ihr Konzern für "Sicherheit und Stabilität" für "alle, die mobil bleiben wollen und müssen". Der Fahrgastverband Pro Bahn hält das für unzureichend.

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Dem Bericht zufolge ist es bereits das zweite Mal unter Pallas Führung, dass die Ticketpreise unverändert bleiben. Bereits im vergangenen Oktober hatte die Bahn entschieden, auf Erhöhungen bei Flex- und Sparpreisen zu verzichten. Üblicherweise gibt der Staatskonzern Preisanpassungen erst im Herbst bekannt.

Die Konzernchefin verknüpfte die Preisgarantie direkt mit dem laufenden Umbau des Unternehmens. "Neustart bei der Deutschen Bahn heißt mehr Verantwortung übernehmen und neue Prioritäten setzen", sagte Palla der "BamS". "Oberste Priorität hat jetzt: Fahren, Fahren, Fahren und dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland sich das Reisen weiter leisten können." Die Konzernchefin will die Bahn nach eigenen Angaben dadurch zum "Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten" machen.

Aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn allerdings genügt Pallas Ankündigung, die Preise einzufrieren, nicht. "Die Bahn muss die Preise senken. Zumindest für einen bestimmten Zeitraum", sagte der Ehrenvorsitzende Detlef Neuß der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe).

Wenn die Bahn fast immer zu spät komme und so viele Züge ausfallen würden, sei die Ankündigung, die Preise nicht erhöhen zu wollen, zu wenig, fuhr Neuß fort. "Eine Preiserhöhung ist in der gegenwärtigen Situation ohnehin nicht zu vermitteln."

Außerdem würden im Fernverkehr die Tickets je nach Strecke und Auslastung schwanken. "Wir haben da keine Fixpreise", sagte der Experte. "Inwieweit sich darauf der Verzicht auf eine Preiserhöhung auswirken wird, bleibt offen."

Der Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran starteten, hat auch hierzulande die Spritpreise in die Höhe schießen lassen. Derzeit gilt zwar eine Waffenruhe, eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts lässt aber auf sich warten.

(M.Travkina--DTZ)

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