Deutsche Tageszeitung - Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Ölförderquote

Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Ölförderquote


Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Ölförderquote
Opec+ erhöht nach Austritt der Emirate Ölförderquote / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate hat die Opec+ ihre Öl-Förderquote erhöht. Saudi-Arabien, Russland und die fünf übrigen großen Förderländer in der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec+) fördern im Juni täglich 188.000 Barrel zusätzlich, wie die Organisation am Sonntag auf ihrer Website mitteilte. In der Erklärung ging sie nicht darauf ein, dass die Emirate am 1. Mai überraschend aus der Opec ausgetreten waren.

Textgröße ändern:

Die höhere Fördermenge beruhe auf der "gemeinsamen Verpflichtung, die Stabilität des Ölmarkts zu stützen", erklärten die Opec+-Staaten. Die Erhöhung der Förderquote war bereits erwartet worden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten am Dienstag inmitten der Energiekrise überraschend ihren Austritt für den 1. Mai angekündigt. Das Land war seit 1967 Mitglied der Organisation. "In unserer Zeit in der Organisation haben wir zum Wohle aller bedeutende Beiträge geleistet und noch größere Opfer gebracht", zitierte die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM aus einer Erklärung. Es sei nun "jedoch an der Zeit, unsere Anstrengungen auf das zu konzentrieren, was unser nationales Interesse gebietet".

Mit dem Austritt aus der Opec können die VAE nun selber Fördermenge und Preis ihres Erdöls bestimmen. Die VAE wollten "nicht durch Quoten eingeschränkt werden", sobald sich die Marktlage wieder normalisiert habe, hieß es aus dem Umfeld des Energieministeriums in Abu Dhabi.

Am Sonntag kündigte das staatliche emiratische Öl-Unternehmen Adnoc an, in den kommenden beiden Jahren umgerechnet rund 46,45 Milliarden Euro in neue Projekte zu investieren. Damit will der Staatskonzern nach eigenen Angaben sein Wachstum beschleunigen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Hunderttausende Teilnehmer und heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich

Hunderttausende Teilnehmer, Gebäude in Flammen, Tränengasschwaden und dutzende Festnahmen: Am landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Organisatoren gingen am Samstag rund 800.000 Menschen im ganzen Land auf die Straße. Von Marseille bis Lille kam es dabei zu Ausschreitungen, mehr als 272 Menschen wurden festgenommen. In Saint-Etienne verlor erneut ein Demonstrant durch eine Polizeigranate seine Hand.

Protesttag in Frankreich: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

Bei einer Großdemonstration in Paris im Rahmen eines landesweiten Protesttags gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es am Samstagmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Protestierenden gekommen. Am Platz der Republik setzten die Beamten mehrfach Tränengas ein, während die Demonstranten Feuerwerkskörper zündeten, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Fast zwei Billionen: US-Neuverschuldung steigt unter Trump auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Neuverschuldung der USA ist trotz der von Präsident Donald Trump angekündigten Ausgabenkürzungen auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Im Haushaltsjahr 2026, das Ende September endete, betrug das Defizit 1,99 Billionen Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Finanzministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Textgröße ändern: