Deutsche Tageszeitung - Thyssenkrupp setzt Gespräche mit Jindal über Verkauf von Stahlsparte aus

Thyssenkrupp setzt Gespräche mit Jindal über Verkauf von Stahlsparte aus


Thyssenkrupp setzt Gespräche mit Jindal über Verkauf von Stahlsparte aus
Thyssenkrupp setzt Gespräche mit Jindal über Verkauf von Stahlsparte aus / Foto: © AFP

Der Essener Konzern Thyssenkrupp hat die laufenden Gespräche mit dem indischen Stahlkonzern Jindal über einen Verkauf seiner Stahlsparte vorerst ausgesetzt. "Die ursprünglichen Grundannahmen und Voraussetzungen für eine mögliche Veräußerung von thyssenkrupp Steel haben sich in den vergangenen Monaten deutlich geändert", hieß es in einer Mitteilung von Thyssenkrupp am Wochenende. Es gebe "große Fortschritte" bei der Neuausrichtung des Stahlsegments, hieß unter anderem unter Hinweis auf den mit der IG Metall abgeschlossenen Sanierungstarifvertrag.

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Die Verkaufsgespräche zwischen Thyssenkrupp und Jindal über die Stahlsparte waren im vergangenen September aufgenommen worden. Der indische Konzern hatte zugesagt, deren ökologische Transformation fortzusetzen und die Anlage in Deutschland mit Eisenerz aus Jindal-Minen in Kamerun zu beliefern. Die Stahlsparte von Thyssenkrupp kriselte seit Jahren, die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie ist zugleich sehr teuer.

Thyssenkrupp verwies nun aber in einer Mitteilung vom Samstag auf "ein deutlich verändertes und grundlegend vorteilhafteres regulatorisches Umfeld für die Stahlindustrie in Europa", wodurch sich für den Sektor ein erhebliches verbessertes Stabilisierungs- und Aufwärtspotenzial biete. Auch gebe es Willensbekundungen der EU, die europäische Stahlindustrie besser vor globalen Überkapazitäten und Dumping zu schützen und gleichzeitig die Umstellung auf klimafreundliche Stahlproduktion weiter zu stärken.

"Jindal war während der gesamten Gespräche ein konstruktiver und engagierter Partner. Wir haben jedoch gemeinsam beschlossen, die Verhandlungen vorerst auszusetzen", hieß es weiter. "Insgesamt seien "die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung von thyssenkrupp Steel so gut wie lange nicht mehr", hieß es.

(M.Dorokhin--DTZ)

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