Deutsche Tageszeitung - Trump und Brasiliens Präsident Lula zufrieden mit ihrem Treffen in Washington

Trump und Brasiliens Präsident Lula zufrieden mit ihrem Treffen in Washington


Trump und Brasiliens Präsident Lula zufrieden mit ihrem Treffen in Washington
Trump und Brasiliens Präsident Lula zufrieden mit ihrem Treffen in Washington / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump und Brasiliens linksgerichteter Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva haben sich zufrieden über ihr Treffen in Washington geäußert. Die Begegnung sei "sehr gut verlaufen", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Es sei vor allem um Zölle gegangen, erklärte Trump. Der 79-jährige US-Präsident nannte den 80 Jahre alten Lula "sehr dynamisch".

Textgröße ändern:

Lula zeigte sich ebenfalls "sehr, sehr zufrieden" mit der Begegnung. "Ich denke, dass das ein sehr wichtiges Treffen für Brasilien und die Vereinigten Staaten war", sagte er auf einer Pressekonferenz.

Anders als erwartet hatte das Gespräch im Weißen Haus hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Brasilianischen Medien zufolge wollte Lula mit dem US-Präsidenten über eine Normalisierung der Beziehungen sprechen.

Der Brasilianer und der US-Präsident vertreten in zahlreichen politischen Fragen gegensätzliche Positionen. Dazu zählen der Klimawandel, der Multilateralismus und der Welthandel. Lula hatte sich darüber hinaus gegen den Iran-Krieg und den Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gestellt.

Trump ist ein Verbündeter des früheren rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. Dessen Sohn Flávio gilt als Hauptkonkurrent Lulas bei der Präsidentenwahl im Oktober. Lula sagte bei seiner Pressekonferenz, er glaube nicht, dass Trump "den geringsten Einfluss auf die brasilianischen Wahlen" haben werde. "Ich denke, er wird sich wie ein Präsident der USA verhalten und es den Brasilianern erlauben, selbst über ihr Schicksal zu bestimmen", fügte Lula hinzu.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Verteidigungsministerium beendet Projekt zum Bau von F126-Fregatten

Das Bundesverteidigungsministerium steigt aus einem der größten Rüstungsprojekte der Marine aus. Angesichts erheblicher Verzögerungen werde "der Bau von insgesamt sechs Fregatten des Typs F126 nicht weiterverfolgt", erklärte das Ministerium am Mittwoch in Berlin. Stattdessen sollten nun acht Fregatten des Typs Meko des deutschen Herstellers TKMS im Wert von insgesamt 11,6 Milliarden Euro angeschafft werden, die primär für die U-Boot-Jagd eingesetzt werden können.

Hitzewelle in Frankreich: Zehtnausende Haushalte in der Bretagne ohne Strom

Die massive Hitzewelle in Frankreich hat in der Bretagne zu Stromausfällen geführt. Etwa 68.000 Haushalte waren am Mittwochmorgen ohne Strom, wie die Behörden mitteilten. Der Grund war ein überhitzter Transformator in Ergué-Gabéric in der Nähe von Quimper, wo die Temperaturen auf 40 Grad gestiegen waren. Frankreich hatte am Dienstag seinen heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Die extremen Temperaturen sollen die kommenden Tage noch anhalten.

Klimafreundlicher Stahl: Deutsche Industrie könnte laut Studie international bestehen

Die deutsche Stahlindustrie könnte einer Studie zufolge mit einer umweltfreundlichen Produktion im internationalen Wettbewerb bestehen - wenn sie von geeigneten politischen Maßnahmen flankiert wird. Demnach ist die Herstellung von grünem Stahl zu auf dem Weltmarkt konkurrenzfähigen Preisen möglich, falls die Kosten für Strom und Wasserstoff gedeckelt werden. Außerdem müssten staatliche Aufträge laut der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung bevorzugt bei inländischen Produzenten landen.

Ifo-Umfrage: Geschäftsklima in Deutschland verbessert sich

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich zuletzt wieder gebessert. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts legte im Juni von 85,0 auf 85,6 Punkte zu, wie die Münchener am Mittwoch mitteilten. "Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser", erklärte das Institut. "Auch die Erwartungen fielen etwas weniger skeptisch aus."

Textgröße ändern: