Deutsche Tageszeitung - Fast zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum

Fast zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum


Fast zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum
Fast zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben zu wenig Wohnraum / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland haben viele Menschen zu wenig Wohnraum. Im Jahr 2025 lebten insgesamt 11,7 Prozent der Bevölkerung in überbelegten Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Ihr Anteil stieg demnach seit Jahren kontinuierlich an. So hatten 2020 noch 10,2 Prozent in Wohnungen gelebt, die für die Zahl ihrer Bewohner zu wenig Zimmer hatten.

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Besonders stark betroffen sind den Angaben zufolge ausländische Erwachsene. Von ihnen lebten 30,8 Prozent in überbelegten Wohnungen. Auch armutsgefährdete Menschen leben mit 27,4 Prozent überdurchschnittlich häufig in überbelegten Wohnungen. Bei den deutschen Erwachsenen betrug der Anteil hingegen nur 6,7 Prozent.

Überdurchschnittlich betroffen sind zudem Haushalte mit Kindern mit 17,6 Prozent, während Haushalte ohne Kinder mit 7,2 Prozent deutlich darunter liegen. Besonders hoch ist die Belastung bei Familien mit drei oder mehr Kindern mit 32,1 Prozent sowie bei Alleinerziehenden mit 29,6 Prozent. Unter Minderjährigen lebten etwa 19 Prozent in beengten Wohnverhältnissen.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen Stadt und Land. In größeren Städten lebten 16,9 Prozent der Menschen in überbelegten Wohnungen - etwa dreimal so viele wie in ländlichen Regionen mit 5,5 Prozent.

Grundlage der Daten sind Endergebnisse der EU-Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen. Als überbelegt gilt eine Wohnung laut EU-Definition unter anderem, wenn für bestimmte Haushaltskonstellationen zu wenige Zimmer zur Verfügung stehen, etwa kein eigener Raum pro Erwachsener oder pro Paar im Haushalt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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