Deutsche Tageszeitung - China fordert Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Iran-Krieg auf

China fordert Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Iran-Krieg auf


China fordert Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Iran-Krieg auf
China fordert Pakistan zu stärkerer Vermittlertätigkeit im Iran-Krieg auf / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat Pakistan dazu aufgerufen, im Iran-Krieg stärker zwischen Teheran und Washington zu vermitteln. Islamabad solle auch dabei helfen, eine Öffnung der weitgehend blockierten Straße von Hormus "angemessen" zu thematisieren, sagte Wang nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch. Demnach telefonierte Wang mit seinem pakistanischen Kollegen Ishaq Dar vor dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China.

Textgröße ändern:

Die Volksrepublik befürwortet eine dauerhafte Friedenslösung im Iran und ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls. Deshalb dringt Peking auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte verläuft. Die Meerenge ist seit Beginn des Kriegs Ende Februar von iranischer Seite weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße.

Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Aufhebung der Blockaden sind festgefahren. Pakistan vermittelt in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann. Teheran reagierte mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele in der Golfregion.

Trump wird ab Mittwochabend (Ortszeit) in Peking erwartet. Nach eigenen Angaben erwartet er unter anderem "ein langes Gespräch" mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zum Iran-Krieg.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Rubio bestreitet Unterbrechung von US-Geheimdienstinformationen an Ukraine

US-Außenminister Marco Rubio hat Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über eine zwischenzeitliche Unterbrechung der Lieferung von US-Geheimdienstinformationen an die Ukraine zurückgewiesen. Es habe keine "Pause" bei der Weitergabe dieser Informationen gegeben, sagte Rubio am Montag bei einem Besuch in Usbekistan. Zugleich forderte er Selenskyj auf, sich auf ein Ende des Kriegs mit Russland zu konzentrieren.

Bericht: VW plant Einfrieren der Gehälter

Der kriselnde Autobauer Volkswagen will laut einem Medienbericht zur Kostensenkung weltweit die Gehälter vieler seiner Beschäftigten bis 2030 einfrieren. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Montagsausgabe) schreibt, geht dies aus internen Unterlagen hervor, die dem Blatt vorliegen.

Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent

Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal dieses Jahres etwas stärker gewachsen als von Experten erwartet: Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juni bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent zu, wie das nationale Statistikamt am Montag erklärte. Wirtschaftsexperten hatten gemäß einer Umfrage der Nachrichtenagentur AFP ein Wachstum von 4,4 Prozent prognostiziert. Als offizielles Jahresziel hat die Volksrepublik ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent ausgegeben.

Merz lädt 200 Unternehmenschefs zu Investitionsgipfel in Berlin - Nvidia-Chef erwartet

Die Bundesregierung lädt ab Montag (18.30 Uhr) zu einem zweitägigen internationalen Investitionsgipfel in Berlin. Dabei werden etwa 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland erwartet, darunter der Chef des US-Chipriesen Nvidia, Jensen Huang. Huang nimmt am Montagabend auch an einem Bühnengespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Eröffnung teil.

Textgröße ändern: