Deutsche Tageszeitung - Deutscher Nato-General lobt umstrittene Palantir-Software

Deutscher Nato-General lobt umstrittene Palantir-Software


Deutscher Nato-General lobt umstrittene Palantir-Software
Deutscher Nato-General lobt umstrittene Palantir-Software / Foto: © AFP

Der Kommandeur des Nato-Mobilitätskommandos in Ulm (JSEC), der deutsche Generalleutnant Kai Rohrschneider, hat die Software Maven Smart des umstrittenen US-Herstellers Palantir gelobt. In der "Schwäbischen Zeitung" vom Samstag nannte Rohrschneider den militärischen Wert solcher Systeme "enorm". Die Beschleunigung von Prozessen und die Verschlankung von Strukturen seien "signifikant".

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Mit Hilfe der KI-gestützten Palantir-Software Maven Smart lassen sich Daten aus Drohnen, Satelliten und Sensoren analysieren, um militärische Ziele besser erfassen zu können. Mitgegründet wurde das US-Unternehmen Palantir von dem aus Deutschland stammenden Techmilliardär Peter Thiel, der ein wichtiger Unterstützer von US-Präsident Donald Trump ist.

Der Drei-Sterne-General Rohrschneider sagte zu der Software: "Obwohl wir noch dabei sind, Maven Smart einzuführen, ist jetzt schon zu sagen: Der militärische Wert solcher Systeme ist enorm." Der eigentliche Fortschritt bestehe darin, dass Menschen weniger Zeit mit dem Sammeln, Sortieren und Organisieren von Daten verbringen müssten. "Diese Systeme übernehmen große Teile dieser Organisation von Daten. Dadurch gewinnen Kommandos Zeit für Analyse, Bewertung und Entscheidungen."

Rohrschneider betonte, dass es eine Entscheidung der Nato gewesen sei, Maven Smart zu nutzen. Er habe als Kommandeur eines Nato-Kommandos auch keinen Einfluss auf solche Bündnis-Entscheidungen. Das Militärbündnis setzt Maven Smart in seinen Kommandos für die Erstellung des militärischen Lagebildes, Logistik und Zielerfassung ein.

Nato-Kommandeur Rohrschneider betonte zudem die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die moderne Kriegsführung. KI-gestützte Datenverarbeitung sei dafür eine entscheidende Voraussetzung. Angesichts der Geschwindigkeit heutiger Konflikte sagte der General: "Meine feste Überzeugung ist: Wer das nicht hat, hat auch keine Aussicht auf Erfolg auf der taktischen wie auf der operativen Ebene." Der Erfolg der Ukrainer im russischen Angriffskrieg beruhe zu einem großen Teil darauf, "dass sie so gut vernetzt sind und KI-gestützt Daten verarbeiten".

(V.Sørensen--DTZ)

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