Deutsche Tageszeitung - CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke sieht "falschen Schritt"

CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke sieht "falschen Schritt"


CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke sieht "falschen Schritt"
CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke sieht "falschen Schritt" / Foto: © AFP/Archiv

Der Arbeitnehmerflügel der CDU hat Überlegungen zur langfristigen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre scharf kritisiert. Eine pauschale Anhebung auf 70 Jahre wäre "der falsche Schritt", sagte Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Wir haben schon heute Menschen, die aufgrund der Belastung keine Chance haben, überhaupt bis 67 zu arbeiten." Aus der Unionsfraktion im Bundestag kam hingegen Zustimmung zu den Überlegungen.

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Radtke formulierte Bedingungen für den Fall, dass das Renteneintrittsalter tatsächlich angehoben werden soll, wie es einem Bericht zufolge die Rentenkommission anstrebt. Der CDU-Politiker sagte zu AFP: "Wenn über eine Anhebung diskutiert wird, ginge das nur, wenn es erstens an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt ist und zweitens entsprechende Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente umgesetzt werden."

Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission will laut einem Bericht der "Bild" die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen. Die Grenze solle bis Anfang der 2060er Jahre von bald 67 Jahren auf dann 70 Jahre steigen, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Kommissionskreise.

Der CDA-Vorsitzende Radtke warnte davor, sich in der Rentenreform-Diskussion zu sehr auf einzelne Punkte zu fokussieren. "Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn, jetzt einzelne Reformschritte zu besprechen", sagte Radtke. "Daher habe ich immer für ein Gesamtpaket geworben."

In der Unionsfraktion gibt es hingegen Unterstützung für eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre. "Ich finde es richtig, wenn unsere Generation in den 2050er-Jahren bis 70 arbeiten geht", sagte der 37-jährige Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) am Donnerstag den Sendern RTL und ntv.

Es gehe jetzt darum, das Rentenniveau zu stabilisieren und dafür zu sorgen, "dass unsere Generation überhaupt noch Rente erleben darf", sagte der CDU-Abgeordnete. "Und deswegen ist es gut und sind wir gut beraten, wenn wir die Ergebnisse auch umsetzen in Gesetze", sagte er mit Blick auf die erwarteten Empfehlungen der Rentenkommission.

(O.Zhukova--DTZ)

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