Deutsche Tageszeitung - Berichte: US-Justiz ermittelt gegen Ex-Kolumnistin wegen Meineid-Vorwurfs bei früheren Klagen gegen Trump

Berichte: US-Justiz ermittelt gegen Ex-Kolumnistin wegen Meineid-Vorwurfs bei früheren Klagen gegen Trump


Berichte: US-Justiz ermittelt gegen Ex-Kolumnistin wegen Meineid-Vorwurfs bei früheren Klagen gegen Trump
Berichte: US-Justiz ermittelt gegen Ex-Kolumnistin wegen Meineid-Vorwurfs bei früheren Klagen gegen Trump / Foto: © AFP

Das US-Justizministerium ermittelt Medienberichten zufolge strafrechtlich gegen eine Ex-Kolumnistin, die US-Präsident Donald Trump erfolgreich wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung verklagt hatte. Die Ermittlungen zielten auf die Frage ab, ob die Ex-Kolumnistin E. Jean Carroll bei ihren Aussagen im Zusammenhang mit den beiden gegen Trump angestrengten Zivilverfahren unter Eid gelogen habe, berichten der Sender CNN und die "New York Times" am Mittwochabend (Ortszeit) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise.

Textgröße ändern:

Die "New York Times" berichtete zudem, dass der von Trump ernannte Bundesstaatsanwalt Andrew S. Boutros die Ermittlungen eingeleitet habe. CNN meldete, die Staatsanwaltschaft berufe sich auf eine eidesstattliche Erklärung der heute 82-Jährigen aus dem Jahr 2022, wonach sie für ihre Klagen keine Gelder von außen erhalten habe. Später stellte sich demnach jedoch heraus, dass der Milliardär Reid Hoffman einen Teil der Anwaltskosten und Auslagen von Carroll übernommen hatte.

Das Justizministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zu den Ermittlungen gegen Carroll. Wie CNN und die "New York Times" jedoch weiter berichteten, ist US-Justizminister Todd Blanche nicht an den Ermittlungen beteiligt, da er bei den Prozessen Carrolls gegen Trump als einer von dessen persönlichen Anwälten auftrat.

Trump war bei den Verfahren zu Schadenersatz und Schmerzensgeld in Millionenhöhe verurteilt worden. Sein Einspruch in beiden Klagen war abgewiesen worden, US-Berufungsgerichte bestätigten die Urteile später.

Carroll hatte Trump während seiner ersten Amtszeit 2019 beschuldigt, sie im Jahr 1996 sexuell missbraucht zu haben. Er griff sie demnach im New Yorker Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman in einer Umkleidekabine an. Der Rechtspopulist beschimpfte Carroll daraufhin öffentlich als "Verrückte" und warf ihr vor zu lügen.

In dem Verleumdungsprozess wiederholte er seine Vorwürfe, die Geschworenen glaubten ihm jedoch nicht. Carroll gewann zudem einen zweiten Prozess gegen Trump. Beide Urteile wurden in Berufungsprozessen bestätigt. Trumps Schadenersatzzahlung wegen Verleumdung der Autorin belaufen sich auf gut 83 Millionen Dollar (rund 70 Millionen Euro).

Trump stellt sich immer wieder als Opfer einer politisch motivierten "Hexenjagd" dar, hinter der angeblich die Demokratische Partei steckt, "darunter die von den Demokraten finanzierte Carroll-Falschdarstellung". Seine zahlreichen Justizprobleme haben dem Immobilienunternehmer dennoch nicht geschadet: Trump zog im Januar vergangenen Jahres als erster verurteilter Straftäter ins Weiße Haus ein.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsweise Grimm und Arbeitgeberpräsident Dulger drängen auf Reformen

Die Forderungen an die Bundesregierung nach weiteren Reformen werden drängender: Der Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger forderte konkrete Schritte innerhalb der kommenden vier Wochen. "Alle Seiten betonen ihre Reformbereitschaft - daraus müssen jetzt Reformen werden", sagte er der "Bild" (Samstag). Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm kritisierte die bisherigen Pläne der schwarz-roten Koalition als unzureichend.

Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus

Die Deutsche Bahn öffnet am Sonntag im Zuge des kleinen Fahrplanwechsels wieder die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Bis voraussichtlich Ende des Monats fahren die Züge dort allerdings noch streckenweise mit reduzierter Geschwindigkeit, wie die DB am Samstag mitteilte. Die angepassten Zeiten sind demnach ab Sonntag einsehbar. Die Wiedereröffnung der Strecke bringt auch Verbesserungen für eine Reihe weiterer Verbindungen, etwa nach Sylt und zwischen Prag und Kopenhagen.

Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen

Die kubanische Regierung hat unter enormem Druck aus Washington erneut Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft des Landes unternommen. Weitere Wirtschaftssektoren würden für Privatunternehmen geöffnet und das Genehmigungsverfahren für neue Unternehmen gestrafft werden, teilte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Freitag in einer Fernsehansprache mit. Diese Reformen würden "bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet werden".

Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba

Ein kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen hat die seit Monaten unter einer US-Energieblockade leidende Karibikinsel Kuba erreicht. Die "ACR Caribe" der kolumbianischen Streitkräfte traf am Freitagmorgen im Hafen von Havanna ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Der kolumbianischen Regierung zufolge hat das Marineschiff rund hundert Tonnen Lebensmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf und Solarpanele transportiert.

Textgröße ändern: