Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: Massiver Preisanstieg für Energieimporte nach Deutschland

Iran-Krieg: Massiver Preisanstieg für Energieimporte nach Deutschland


Iran-Krieg: Massiver Preisanstieg für Energieimporte nach Deutschland
Iran-Krieg: Massiver Preisanstieg für Energieimporte nach Deutschland / Foto: © AFP

Der Iran-Krieg hat zu einem massiven Anstieg der Einfuhrpreise für Energie geführt: Sie kletterten gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das ist demnach der stärkste Zuwachs im Vorjahresvergleich seit Oktober 2022 - damals waren die Importpreise für Energie um 63,0 Prozent gestiegen.

Textgröße ändern:

Im April legten die Einfuhrpreise für Mineralölerzeugnisse um 58,1 Prozent zu. Erdöl kostete 47,5 Prozent mehr, bei Erdgas gab es einen Zuwachs von 6,9 Prozent.

Die Einfuhrpreise insgesamt lagen im April um 5,3 Prozent höher als im April 2025. Die Energiepreise trieben die Gesamtentwicklung der Importpreise zusammen mit den Preisen für Vorleistungsgüter laut Bundesamt am stärksten an.

Bei den Preisen für Vorleistungsgütern kam es zu einem Zuwachs von 7,8 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Insbesondere Nicht-Eisen-Metalle kosteten 27,6 Prozent mehr. Der Iran-Krieg führte auch zu einem deutlichen Anstieg der Preise für importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen um 22,9 Prozent. Auch im Vergleich zum März stiegen die Düngemittelpreise deutlich um 7,6 Prozent.

Bei den Preisen für Deutschlands Exporte machten sich die Auswirkungen des Iran-Kriegs ebenfalls bemerkbar - hier verzeichneten die Statistikerinnen und Statistiker ein Plus von 2,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Den größten Einfluss hatten Vorleistungsgüter wie Metalle, Holz und chemische Grundstoffe, die 4,3 Prozent teurer waren.

Bei den Preisen für Energieexporte verzeichnete das Statistikamt einen Anstieg von 27,0 Prozent. Demnach stiegen vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse um 52,4 Prozent - darunter Kerosin, das satte 106,3 Prozent teurer war. Im Vergleich zum Vormonat März sanken die Kerosin-Exportpreise wieder leicht um 2,8 Prozent.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Zerstörter Zaun am Flughafen Leipzig: Vorfall bleibt nach Polizeieinsatz Rätsel

Wegen eines zerstörten Zauns war die Polizei am Sonntag stundenlang am Flughafen Leipzig im Einsatz. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" habe ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen, teilten die Beamten in der sächsischen Stadt am Sonntag mit. Verdächtiges wurde trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und Drohnen bis zum späten Nachmittag nicht gefunden. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch

China hat im September 1,85 Millionen Tonnen Diesel exportiert. Die Ausfuhren lagen 262,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem Peking zuvor gelockerte Exportbeschränkungen wirksam werden ließ.

Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug

Nach dem Scheitern von FCAS sucht Deutschland Partner für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation. Airbus-Verteidigungschef Michael Schöllhorn fordert einen substanziellen deutschen Industrieanteil und nennt Großbritannien, Italien und Schweden als Optionen.

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Textgröße ändern: