Deutsche Tageszeitung - "Schöne, saubere Kohle": Trump kündigt 700 Millionen Dollar für fossile Energie an

"Schöne, saubere Kohle": Trump kündigt 700 Millionen Dollar für fossile Energie an


"Schöne, saubere Kohle": Trump kündigt 700 Millionen Dollar für fossile Energie an
"Schöne, saubere Kohle": Trump kündigt 700 Millionen Dollar für fossile Energie an / Foto: © AFP

"Schöne, saubere Kohle": Unter diesem Motto hat US-Präsident Donald Trump Investitionen von 700 Millionen Dollar (rund 603 Millionen Euro) für die Kohleindustrie angekündigt. Damit sollen Kraftwerke in den USA modernisiert, Bergwerke ausgebaut und ein für Exporte bestimmter Containerhafen nördlich von San Francisco errichtet werden.

Textgröße ändern:

Mit dem Geld sollen nach Trumps Angaben zwei Kohlekraftwerke neu gebaut werden. Weitere Mittel sollen in den Erhalt von gut einem Dutzend bestehenden Anlagen und 42 Kohleminen fließen. Dies sichere "mehr als 14.000 Arbeitsplätze", sagte der Präsident. Die meisten Anlagen befinden sich in Bundesstaaten, in denen Trump bei der Präsidentschaftswahl 2024 Mehrheiten erzielt hatte.

Der Präsident beruft sich dabei auf ein Notfallgesetz aus dem Kalten Krieg. Der sogenannte Defense Production Act von 1950 verleiht dem Präsidenten Befugnisse über sicherheitsrelevante Industrien des Landes.

Trump kritisierte die Europäer erneut für den Ausbau von Windkraftanlagen. "Sie brechen, sie töten Vögel", behauptete Trump. Er wiederholte zudem seine Behauptung, Klimaschutz sei "Betrug".

Bereits im April des vergangenen Jahres hatte Trump mehrere Dekrete mit dem Ziel unterzeichnet, den Kohleabbau in den USA "auf Hochtouren" zu bringen. Damit wurde die zum Klimaschutz geplante Schließung mehrerer Kohlekraftwerke ausgesetzt. Den gesteigerten Energiebedarf begründet die Trump-Regierung mit dem Stromhunger von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI).

Kohle erzeugt bei der Verbrennung das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Der Kohleabbau war in den USA vor Trumps zweiter Amtszeit stark zurückgegangen. Im Jahr 2024 wurden nur noch 15 Prozent der gesamten Energie im Land mit Kohle erzeugt.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Zerstörter Zaun am Flughafen Leipzig: Vorfall bleibt nach Polizeieinsatz Rätsel

Wegen eines zerstörten Zauns war die Polizei am Sonntag stundenlang am Flughafen Leipzig im Einsatz. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" habe ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen, teilten die Beamten in der sächsischen Stadt am Sonntag mit. Verdächtiges wurde trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und Drohnen bis zum späten Nachmittag nicht gefunden. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch

China hat im September 1,85 Millionen Tonnen Diesel exportiert. Die Ausfuhren lagen 262,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem Peking zuvor gelockerte Exportbeschränkungen wirksam werden ließ.

Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug

Nach dem Scheitern von FCAS sucht Deutschland Partner für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation. Airbus-Verteidigungschef Michael Schöllhorn fordert einen substanziellen deutschen Industrieanteil und nennt Großbritannien, Italien und Schweden als Optionen.

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Textgröße ändern: