Deutsche Tageszeitung - Erzeugerpreise für Landwirte im April deutlich gesunken

Erzeugerpreise für Landwirte im April deutlich gesunken


Erzeugerpreise für Landwirte im April deutlich gesunken
Erzeugerpreise für Landwirte im April deutlich gesunken / Foto: © AFP

Die Landwirte in Deutschland haben für ihre Produkte im April deutlich weniger Geld bekommen als vor einem Jahr. Die sogenannten Erzeugerpreise sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Bei den pflanzlichen Produkten drückte vor allem der massive Preisrückgang bei den Kartoffeln das Ergebnis - sie waren um 54,7 Prozent billiger als im April 2025.

Textgröße ändern:

Insgesamt sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im Vorjahresvergleich um 12,1 Prozent. Für Obst bekamen die Landwirte 24,3 Prozent weniger, wie das Bundesamt weiter mitteilte. So sanken etwa die Preise für Tafeläpfel um 33,3 Prozent. Die Gemüsepreise waren 1,8 Prozent niedriger, vor allem beim Kohlgemüse und Salat mussten die Bauern ein Minus hinnehmen. Ein massiver Preisanstieg von 58,2 Prozent hingegen war bei Tomaten zu beobachten, Gurken wurden binnen Jahresfrist um 10,7 Prozent teurer.

Den Preisrückgang von 12,4 Prozent bei Tieren und tierischen Erzeugnissen führten die Statistikerinnen und Statistiker unter anderem auf niedrigere Milchpreise zurück. Für Milch erhielten die Landwirte um 26,2 Prozent niedrigere Preise als im April 2025. Die Preise für Eier lagen um 13,0 Prozent höher.

Bei den Tieren wurden vor allem Schlachtschweine billiger (minus 11,6 Prozent). Die Preise für Rinder, Enten und Puten stiegen hingegen.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsweise Grimm und Arbeitgeberpräsident Dulger drängen auf Reformen

Die Forderungen an die Bundesregierung nach weiteren Reformen werden drängender: Der Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger forderte konkrete Schritte innerhalb der kommenden vier Wochen. "Alle Seiten betonen ihre Reformbereitschaft - daraus müssen jetzt Reformen werden", sagte er der "Bild" (Samstag). Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm kritisierte die bisherigen Pläne der schwarz-roten Koalition als unzureichend.

Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus

Die Deutsche Bahn öffnet am Sonntag im Zuge des kleinen Fahrplanwechsels wieder die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Bis voraussichtlich Ende des Monats fahren die Züge dort allerdings noch streckenweise mit reduzierter Geschwindigkeit, wie die DB am Samstag mitteilte. Die angepassten Zeiten sind demnach ab Sonntag einsehbar. Die Wiedereröffnung der Strecke bringt auch Verbesserungen für eine Reihe weiterer Verbindungen, etwa nach Sylt und zwischen Prag und Kopenhagen.

Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen

Die kubanische Regierung hat unter enormem Druck aus Washington erneut Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft des Landes unternommen. Weitere Wirtschaftssektoren würden für Privatunternehmen geöffnet und das Genehmigungsverfahren für neue Unternehmen gestrafft werden, teilte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Freitag in einer Fernsehansprache mit. Diese Reformen würden "bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet werden".

Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba

Ein kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen hat die seit Monaten unter einer US-Energieblockade leidende Karibikinsel Kuba erreicht. Die "ACR Caribe" der kolumbianischen Streitkräfte traf am Freitagmorgen im Hafen von Havanna ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Der kolumbianischen Regierung zufolge hat das Marineschiff rund hundert Tonnen Lebensmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf und Solarpanele transportiert.

Textgröße ändern: