Deutsche Tageszeitung - Stiftung Warentest: Bis zu 660 Euro Ersparnis bei Krankenkassenwechsel möglich

Stiftung Warentest: Bis zu 660 Euro Ersparnis bei Krankenkassenwechsel möglich


Stiftung Warentest: Bis zu 660 Euro Ersparnis bei Krankenkassenwechsel möglich
Stiftung Warentest: Bis zu 660 Euro Ersparnis bei Krankenkassenwechsel möglich / Foto: © POOL/AFP

Gesetzlich Versicherte können durch die Wahl der richtigen Krankenkasse jährlich mehrere hundert Euro sparen - und gleichzeitig mehr Zusatzleistungen erhalten. Die Beitragssätze reichen derzeit von 16,78 Prozent bis 18,99 Prozent, wie ein am Dienstag veröffentlichter Test der Stiftung Warentest ergab. Sie verglich 67 gesetzliche Krankenkassen. Trotz der laufenden Gesundheitsreform hätten diese ihre Zusatzangebote wie Zuschüsse zu Zahnreinigung oder Reiseimpfung bislang nicht reduziert.

Textgröße ändern:

Der Unterschied zwischen der bundesweit günstigsten und teuersten Kasse beträgt bei einem Monatseinkommen von 3000 Euro rund 340 Euro im Jahr, wie Stiftung Warentest vorrechnete. Bei Gutverdienern sind es bis zu 660 Euro. Ein Wechsel bedeute dabei nicht zwingend den Verzicht auf Zusatzleistungen: Einige der preiswerten Kassen bieten dem Test zufolge "ein ebenso breites oder sogar breiteres Zusatzangebot als teurere Wettbewerber".

Die laufende Gesundheitsreform sorge zwar voraussichtlich für höhere Zuzahlungen und Einschränkungen an anderer Stelle - bislang aber seien die freiwilligen Extras der Kassen nicht betroffen, erklärte Stiftung Warentest: Die Kassen hätten ihre Zusatzleistungen bisher nicht reduziert, sondern entweder gleich gelassen oder sogar ausgeweitet.

Im Test werden auch sechs beliebte Zusatzleistungen bewertet: Zuschüsse für professionelle Zahnreinigung, Osteopathie, Gesundheitskurse, sportmedizinische Untersuchungen, alternative Arzneimittel und Reiseimpfungen. Die Skala reicht von "sehr hohe Leistungen" bis "sehr geringe/keine Leistungen".

Ein Kassenwechsel ist unkompliziert, wie Stiftung Warentest betonte: Wer mindestens zwölf Monate Mitglied ist, kann jederzeit kündigen. Bei Beitragserhöhungen ist eine Kündigung sofort möglich, die Frist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Die neue Kasse übernimmt die Kündigung bei der alten. Nur wer laufende Leistungen wie Psychotherapie oder Pflegeleistungen bezieht, sollte sich vorab schriftliche Zusicherungen der neuen Kasse einholen. Bei bestimmten Therapien könne es sinnvoll sein, zunächst bei der alten Kasse zu bleiben, so die Tester.

Beitragssätze und Leistungsdetails online unter www.test.de/krankenkassen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Zerstörter Zaun am Flughafen Leipzig: Vorfall bleibt nach Polizeieinsatz Rätsel

Wegen eines zerstörten Zauns war die Polizei am Sonntag stundenlang am Flughafen Leipzig im Einsatz. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" habe ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen, teilten die Beamten in der sächsischen Stadt am Sonntag mit. Verdächtiges wurde trotz des Einsatzes eines Polizeihubschraubers und Drohnen bis zum späten Nachmittag nicht gefunden. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch

China hat im September 1,85 Millionen Tonnen Diesel exportiert. Die Ausfuhren lagen 262,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem Peking zuvor gelockerte Exportbeschränkungen wirksam werden ließ.

Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug

Nach dem Scheitern von FCAS sucht Deutschland Partner für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation. Airbus-Verteidigungschef Michael Schöllhorn fordert einen substanziellen deutschen Industrieanteil und nennt Großbritannien, Italien und Schweden als Optionen.

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Textgröße ändern: