Deutsche Tageszeitung - Veggie-Burger: EU-Parlament bestätigt Entscheidung gegen Namensverbot

Veggie-Burger: EU-Parlament bestätigt Entscheidung gegen Namensverbot


Veggie-Burger: EU-Parlament bestätigt Entscheidung gegen Namensverbot
Veggie-Burger: EU-Parlament bestätigt Entscheidung gegen Namensverbot / Foto: © APA/AFP

Vegetarische Ersatzprodukte dürfen gängige Namen wie Veggie-Burger oder Sojaschnitzel in der EU vorerst weiter tragen. Das Europaparlament bestätigte am Dienstag in Straßburg einen Kompromiss vom März, nach dem die Begriffe Burger, Schnitzel, Wurst und Nuggets nicht auf der schwarzen Liste landen. Auf Veggie-Produkten darf künftig aber nicht mehr Hühnchen oder Rindfleisch stehen, auch Begriffe wie Steak, Bacon, Leber oder Rippen sind verboten.

Textgröße ändern:

Der Vorschlag geht auf die französische Europaabgeordnete Céline Imart zurück, die nach eigener Aussage die Interessen französischer Rinderbauern schützen wollte. Verbraucherorganisationen sowie die deutsche Bundesregierung sprachen sich in den Verhandlungen gegen ein Verbot aus.

Die verabschiedete Regelung ist Teil einer Reform, mit der die EU auf Bauernproteste in mehreren europäischen Ländern reagiert hatte. Sie sollte ursprünglich die Position der Landwirtinnen und Landwirte in Preisverhandlungen mit Supermärkten stärken und enthält dafür unter anderem Vorgaben für Verträge in der Milchindustrie.

Der Rat der 27 EU-Länder muss die Änderungen noch absegnen, sie gelten bis Ende des kommenden Jahres. Für die Zeit danach ist ohnehin eine Reform der Regeln der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU fällig. Im Zuge der Neuauflage dürfte auch die Diskussion um Burger und Schnitzel erneut aufkommen.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Russland kündigt "massive Angriffe" auf ukrainischen Energiesektor an

Russland hat mit neuen Angriffswellen gegen Energieanlagen in der Ukraine gedroht. Die Armee bereite "massive Angriffe gegen Einrichtungen des Energiesektors der Ukraine" vor, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Russland will damit nach eigenen Angaben Vergeltung üben für die ukrainischen Attacken auf russische Öl- und Energieanlagen. Nach einem russischen Angriff auf ein Munitionslager nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhöhte sich die Zahl der Todesopfer derweil auf 38.

Nach Öl-Deal mit Trump: Venezuelas Präsidentin sichert Wahrung der Souveränität zu

Nach der Verkündung des "größten Öl-Deals in der Weltgeschichte" durch US-Präsident Donald Trump hat die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez ihren Landsleuten versichert, dass Venezuela die Kontrolle über seine Ölvorkommen behalten werde. "Eine Sache muss absolut klar sein: Venezuela behält das Eigentum und die Souveränität über seine Ressourcen", sagte Rodríguez am Samstag in einer Fernsehansprache.

Chinesischer Autobauer BYD verkauft massenweise Plugin-Hybride in Deutschland

Der chinesische Autobauer BYD hat in den vergangenen Monaten mehr Plugin-Hybride in Deutschland verkauft als manch heimischer Hersteller. Seit April kam BYD jeden Monat auf mehr als zehn Prozent Marktanteil bei den Neuanmeldungen von Plugin-Hybriden, wie das Center Automotive Research in Bochum (CAR) berechnet hat. Im Mai lagen die Chinesen demnach mit 15,4 Prozent sogar auf dem ersten Platz vor VW, Audi, BMW und Mercedes.

"Bild am Sonntag": Bahn investiert 210 Millionen Euro in "XXL-Waschprogramm"

Die Deutsche Bahn (DB) will nach Informationen der "Bild am Sonntag" zufolge bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein "XXL-Waschprogramm" für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die Zeitung in einer Vorabmeldung. "Sauberere Züge und Bahnhöfe, mehr Sicherheit und mehr Komfort sollen nicht die Ausnahme sein, sondern unser neuer Standard", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der Zeitung.

Textgröße ändern: