Deutsche Tageszeitung - Digitaler Euro: Sparkassen- und Giroverband will Einbindung in bestehende Zahlungssysteme

Digitaler Euro: Sparkassen- und Giroverband will Einbindung in bestehende Zahlungssysteme


Digitaler Euro: Sparkassen- und Giroverband will Einbindung in bestehende Zahlungssysteme
Digitaler Euro: Sparkassen- und Giroverband will Einbindung in bestehende Zahlungssysteme / Foto: © AFP/Archiv

Vor einer Abstimmung im EU-Parlament zum digitalen Euro hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) darauf gedrungen, eine solche Digitalwährung in bestehende Zahlungssysteme einzubinden. "Wir haben ja heute schon europäische Bezahlverfahren, die Souveränität ermöglichen", sagte Verbandspräsident Ulrich Reuter am Dienstag im Deutschlandfunk und verwies auf Girocard, Sepa-Echtzeitüberweisung, Bank-Apps und den europäische Zahlungsdienst Wero. "Und in all das muss sich der digitale Euro vernünftig und praxisorientiert einfügen."

Textgröße ändern:

Die Europäische Zentralbank (EZB) will digitale Euros einführen, die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Bezahlen auf ihrem Handy speichern können. Dafür braucht es zuerst einen EU-weiten Rechtsrahmen, über den am Dienstag erstmals der zuständige Ausschuss im Europaparlament abstimmen soll.

"Die Richtung halten wir für absolut begrüßenswert, wenn gleichzeitig die Bargeldnutzung weiter gestärkt bleibt", sagte Sparkassenpräsident Reuter. Er teile das Ziel der europäischen Souveränität im Finanzbereich. Es müsse aber aufgepasst werden, dass der digitale Euro nicht "komplementär zusätzlich zu bestehenden und funktionierenden Bezahlverfahren" eingeführt und diese Systeme dadurch nicht "beschädigt oder zumindest gefährdet" würden.

Seit Jahren wird in der EU über die Einführung einer digitalen Gemeinschaftswährung diskutiert. Der Rat der EU-Länder hatte seine Position bereits im Dezember beschlossen, die Entscheidung des Parlaments steht noch aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das Projekt vor rund sechs Jahren erstmals vorgestellt. Die elektronische Version der Währung wäre in Geschäften, online oder von Mensch zu Mensch kostenlos nutzbar. Bargeld soll es aber trotzdem weiter geben.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Zahl der Insolvenzen erreicht im ersten Halbjahr höchsten Stand seit 2013

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Laut einer Studie des Verbands der Vereine Creditreform gab es 12.900 Pleiten und damit 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch bei Privatleuten stiegen die Insolvenzzahlen demnach weiter, um 2,3 Prozent auf 38.800 Fälle.

Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr auf höchstem Stand seit 2013

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Laut einer Studie des Verbands der Vereine Creditreform gab es 12.900 Pleiten und damit 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch bei den Privatpersonen stiegen die Insolvenzzahlen demnach weiter, um 2,3 Prozent auf 38.800 Fälle.

"Robuste" Elektro-Nachfrage: EU-Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend

Auf dem europäischen Neuwagenmarkt hat sich der Aufwärtstrend auch im Mai fortgesetzt. Der Markt profitiere weiterhin von einer "robusten Verbrauchernachfrage nach einer Reihe elektrifizierter Technologien", erklärte der Herstellerverband Acea am Dienstag. Gestützt wird der Markt demnach auch durch Steuervorteile und Förderprogramme. Dem Beratungsunternehmen EY zufolge gewinnen chinesische Marken "kräftig" Marktanteile.

Arbeitsmarkt: Fast ein Drittel erreicht bis 2040 Rentenalter

Der nahende Renteneintritt der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge wirkt sich erheblich auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Bis zum Jahr 2040 gehen dem Arbeitsmarkt "rund 30,0 Prozent der heutigen Erwerbspersonen verloren", wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschreiten in diesem Zeitraum demnach rund 13,3 Millionen Erwerbstätige und Erwerbslose. Sie werden vom Bundesamt als "Erwerbspersonen" zusammengefasst.

Textgröße ändern: