Deutsche Tageszeitung - DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten

DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten


DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten
DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten / Foto: © AFP/Archiv

Die vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission fordert "perspektivisch" eine Rückkehr zu einem höheren Rentenniveau und will eine betriebliche Altersvorsorge zur Pflicht machen. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt die Kommission in ihren am Freitag in Berlin veröffentlichten Empfehlungen als "verdecktes Rentenkürzungsprogramm" ab. Sie stellt sich damit in Teilen gegen die Vorschläge der von der Regierung eingesetzten Rentenkommission.

Textgröße ändern:

Zum Rentenniveau heißt es, dieses solle von derzeit 48 Prozent wieder auf 50 bis 53 Prozent steigen. Zusammen mit weiteren Vorsorgeelementen solle eine Nettoversorgung "von 70 Prozent des Durchschnittsverdiensts des eigenen Arbeitslebens" erreicht werden.

Verlangt werden zudem "bessere Übergänge für alle, die es nicht schaffen, bis zur Regelaltersgrenze vollumfänglich zu arbeiten". Für Arbeitgeber soll es eine Pflicht geben, "ihren Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge auf tariflicher Basis zu bezahlen".

Zur "solidarischen Finanzierung einer nachhaltigen Altersversorgung" empfiehlt die vom DGB eingesetzte Kommission, hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitalerträge stärker heranzuziehen. Angesichts der alternden Gesellschaft dringt sie zudem auf die Einführung eines Demografiezuschusses des Bundes aus Steuermitteln. Eine Finanzierung über Kürzungen bei Sozialleistungen oder höhere Verbrauchssteuern wird abgelehnt.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Wohnungsnot in Portugal: Protestcamp in Lissabon errichtet

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist - wie bereits in der spanischen Hauptstadt Madrid - ein Protestcamp gegen die Wohnungskrise errichtet worden. Nach einer Demonstration versammelten sich am Samstagabend hunderte Protestierer auf dem Rossio-Platz in Herzen von Lissabon und bauten dutzende Zelte auf, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Hunderttausende Teilnehmer und heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich

Hunderttausende Teilnehmer, Gebäude in Flammen, Tränengasschwaden und dutzende Festnahmen: Am landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Organisatoren gingen am Samstag rund 800.000 Menschen im ganzen Land auf die Straße. Von Marseille bis Lille kam es dabei zu Ausschreitungen, mehr als 272 Menschen wurden festgenommen. In Saint-Etienne verlor erneut ein Demonstrant durch eine Polizeigranate seine Hand.

Protesttag in Frankreich: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

Bei einer Großdemonstration in Paris im Rahmen eines landesweiten Protesttags gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem ist es am Samstagmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Protestierenden gekommen. Am Platz der Republik setzten die Beamten mehrfach Tränengas ein, während die Demonstranten Feuerwerkskörper zündeten, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Fast zwei Billionen: US-Neuverschuldung steigt unter Trump auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Neuverschuldung der USA ist trotz der von Präsident Donald Trump angekündigten Ausgabenkürzungen auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Im Haushaltsjahr 2026, das Ende September endete, betrug das Defizit 1,99 Billionen Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Finanzministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Textgröße ändern: