Deutsche Tageszeitung - Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab

Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab


Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab
Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab / Foto: © AFP

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Juni weiter abgeschwächt: Die Inflationsrate werde im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich 2,3 Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Verglichen mit dem Vormonat Mai sank die Teuerungsrate demnach um 0,3 Prozent.

Textgröße ändern:

Die Inflation in Deutschland hatte infolge deutlich gestiegener Energiepreise wegen des Iran-Krieges erst spürbar angezogen, war dann nach 2,9 Prozent im April aber wieder auf 2,6 Prozent im Mai gesunken, auch wegen des von der Bundesregierung eingeführten Tankrabatts, der zum Monatswechsel nun ausläuft.

"Mit der Beruhigung im Nahen Osten ebbt auch der Inflationsschock ab", kommentierte die Ökonomin Stephanie Schoenwald von KfW Research. "Insbesondere Kraftstoffe werden wieder günstiger."

Ob es in den kommenden Monaten mit dem Verbraucherpreisanstieg jedoch weiter nach unten gehe, müsse sich noch zeigen: "Die Unsicherheit liegt nicht nur am bevorstehenden Wegfall des Tankrabatts", erklärte Schoenwald. "Die Lage im Persischen Golf ist noch immer fragil und der Gaspreis hat den rapiden Ölpreisrückgang nicht nachvollzogen." Zudem könne es mit der aktuell sehr günstigen Lebensmittelpreisentwicklung auch angesichts hoher Düngerpreise bald vorbei sein.

Die Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Silke Tober, erklärte, dass der Rückgang der Inflation im Juni ebenso auf die Energiepreise zurückzuführen sei wie ihr Anstieg bis April. "Der Energiepreisschock ist im Begriff, sich zurückzubilden", erklärte sie. "Hält die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran an, dürfte sich sogar das Ende des Tankrabatts im Juli wegen der nun geringeren Rohölpreise nur wenig auf die Inflation auswirken."

Die Angaben des Statistischen Bundesamtes für die Inflationsrate im Juni sind noch vorläufig. Die endgültigen Ergebnisse werden am 10. Juli veröffentlicht.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

TK-Umfrage: Fast die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze in sozialen Medien

Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland befürwortet ein Social-Media-Verbot bis zu einer gewissen Altersgrenze. In einer Umfrage unter Zwölf- bis 17-Jährigen, welche die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag veröffentlichte, sprachen sich 47 Prozent dafür aus und nannten im Schnitt eine Altersgrenze von 14 Jahren. Acht Prozent der Befragten unterstützen demnach ein grundsätzliches Verbot für Kinder und Jugendliche.

Chiphersteller Nvidia legt im Quartalsumsatz um mehr als das Doppelte zu

Der Chiphersteller Nvidia hat mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen an den Märkten übertroffen. Das vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) profitierende US-Unternehmen erzielte zwischen Mai und Juli einen Umsatz von 96,2 Milliarden Dollar (82,5 Milliarden Euro), das war mehr als doppelt so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie Nvidia am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit einem Umsatz von etwa 92 Milliarden Dollar gerechnet.

Nvidia verdoppelt Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach KI-Rechenkraft hat Nvidia im zweiten Geschäftsjahr seine Finanzzahlen deutlich verbessert. Der Umsatz verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 96,2 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar stieg. Trotz dieser Ergebnisse sank die Aktie zunächst leicht.

Ex-"Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe mit 66 Jahren gestorben

Der ehemalige "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe ist tot. Der Schauspieler starb im Alter von 66 Jahren, wie der SWR am Mittwoch in Stuttgart bekannt gab. Hoppe hatte von 1996 bis 2018 den Kommissar Mario Kopper im Ludwigshafener SWR-"Tatort" an der Seite von Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal in 57 Filmen gespielt. "Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist", erklärte Folkerts. Eine "tiefe Freundschaft" habe sie mit dem Kollegen verbunden.

Textgröße ändern: