Deutsche Tageszeitung - USA schaffen im Juni weniger Jobs als erwartet

USA schaffen im Juni weniger Jobs als erwartet


USA schaffen im Juni weniger Jobs als erwartet
USA schaffen im Juni weniger Jobs als erwartet / Foto: © AFP

In den USA haben Unternehmen im Juni nur etwa halb so viele Arbeitsplätze geschaffen wie von Experten erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 57.000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Arbeitslosenquote fiel leicht auf 4,2 Prozent. Insgesamt waren rund 7,1 Millionen Menschen ohne Beschäftigung.

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Experten hatten mit 115.000 neuen Jobs gerechnet. Zusätzliche Arbeitsplätze entstanden laut dem Ministerium vor allem bei Gesundheits- und Sozialdienstleistungen. Im Freizeit- und Gastgewerbe war die Zahl der Beschäftigten dagegen nach einem starken Anstieg in den vergangenen Monaten rückläufig. In dem neuen Bericht korrigierte das Arbeitsministerium zudem die Arbeitsmarktzahlen für April und Mai um insgesamt 74.000 Stellen nach unten.

Seit dem erneuten Amtsantritt Trumps im Januar 2025 hatte sich die Beschäftigungslage zunächst verschlechtert, die Arbeitslosenquote stieg zwischenzeitlich auf das höchste Niveau seit der Corona-Pandemie. Experten machten dafür unter anderem die Verunsicherung durch Trumps erratische Zollpolitik verantwortlich, aber auch den Abbau von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenz. In den vergangenen Monaten verbesserte sich die Lage - allerdings nicht in wichtigen Branchen wie dem verarbeitenden Gewerbe, dem Einzelhandel, Transport- und Finanzdienstleistungen.

Trump behauptet seit Monaten, die Beschäftigung sei auf einem Rekordhoch. "Heute arbeiten mehr Amerikaner als zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte unseres Landes", sagte er vor den Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA an diesem Samstag. Statistiker stellen dazu klar, dass dies mit dem Bevölkerungswachstum zusammenhängt - jeder Präsident vor Trump hätte dies für sich reklamieren können.

(N.Loginovsky--DTZ)

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