Deutsche Tageszeitung - Aktionstag der IG Metall gegen Sparpläne bei Volkswagen hat begonnen

Aktionstag der IG Metall gegen Sparpläne bei Volkswagen hat begonnen


Aktionstag der IG Metall gegen Sparpläne bei Volkswagen hat begonnen
Aktionstag der IG Metall gegen Sparpläne bei Volkswagen hat begonnen / Foto: © CN-STR/AFP

Am Werk von Volkswagen in Osnabrück haben am Donnerstagmorgen nach Angaben der IG Metall Niedersachsen rund 70 Vertrauensleute und Betriebsräte gegen die Sparpläne des Autobauers demonstriert. Aktionen gegen den von der Gewerkschaft befürchteten Kahlschlag sind im Laufe des Tages an zahlreichen Standorten von VW und der Konzerntöchter Porsche, Audi und MAN geplant. VW-Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo wird am Nachmittag in Wolfsburg sprechen.

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Die Gewerkschafterin sitzt im Aufsichtsrat von Volkswagen - der Vorstand des Konzerns informiert das Kontrollgremium am Donnerstag über seine Sparpläne. Das "Manager Magazin" hatte berichtet, global sollten bis zu 100.000 Stellen gestrichen werden, vier Werke in Deutschland sollten mittelfristig dicht gemacht werden - VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Der Konzern bestätigte die Zahlen nicht, sprach jedoch von "tiefgreifenden" Veränderungen, die bevorstünden.

Die IG Metall hat massiven Widerstand angekündigt. Der Großaktionär von VW, das Land Niedersachsen, stellt sich gegen Werksschließungen. Auch das Bundesland ist im Aufsichtsrat vertreten.

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), warnte die Konzernspitze vor einem Kahlschlag in Ostdeutschland. "Die Folgen einer Werkschließung in Zwickau wären fatal", sagte sie der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung" vom Donnerstag. "Damit würde die ostdeutsche Automobilindustrie als ein wichtiger Innovationsmotor in Gänze getroffen." Sie erwarte vom VW-Vorstand eine klare Zukunftsperspektive für alle in Frage stehenden Werke.

Kaiser sagte, die Bundesregierung wisse um die Schwierigkeiten der Autoindustrie, habe mit der neuen Kaufprämie für E-Autos aber auch "einen wichtigen Schritt zur Unterstützung" der Branche gemacht. "Wenn die ostdeutsche Automobilindustrie eine Zukunft haben will, muss sie genau dort investieren, wo in Ostdeutschland eines der modernsten Werke entstanden ist, mit großem Know-how und gut qualifizierten Beschäftigten."

(V.Sørensen--DTZ)

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