Deutsche Tageszeitung - Verivox: Langsame Internettarife kosten im Schnitt ähnlich viel wie schnellere

Verivox: Langsame Internettarife kosten im Schnitt ähnlich viel wie schnellere


Verivox: Langsame Internettarife kosten im Schnitt ähnlich viel wie schnellere
Verivox: Langsame Internettarife kosten im Schnitt ähnlich viel wie schnellere / Foto: © AFP

Wer mit einem kleineren Internettarif mit weniger Leistung sparen will, wird wahrscheinlich enttäuscht: Bestandskunden für langsame Internettarife mit 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zahlen nach einer Untersuchung des Vergleichsportals Verivox aktuell im Schnitt fast genauso viel wie für dreimal schnellere Tarife. "Weniger Leistung heißt nicht automatisch spürbar niedrigere Kosten", erklärte Verivox-Experte Jörg Schamberg.

Textgröße ändern:

Demnach zahlen Bestandsnutzer von 16-Mbit-Tarifen im Schnitt im Monat 41 Euro - bei Kundinnen und Kunden in 50-Mbit-Tarifen sind es 43 Euro im Monat. Für Neukunden sind langsamere Tarife laut dem Vergleichsportal oft sogar teurer als schnellere: Wer jetzt den Anbieter wechsele, zahle in den ersten 24 Monaten für 100 Mbit/s monatlich im Schnitt 30,53 Euro. Für den Tarif mit deutlich langsameren 16 Mbit/s seien es Kosten von 34,20 Euro und damit 3,67 Euro mehr im Monat.

"Zwischen langsamem Bestandstarif (rund 41 Euro) und schnellerem Neukundentarif (rund 31 Euro) liegen sogar 10 Euro Differenz monatlich", erklärte Verivox weiter. Die Studie habe zudem gezeigt, dass 83 Prozent der Kundinnen und Kunden heute bei einem Wechsel in einen mindestens gleichwertigen Tarif sparen könnten.

Laut Verivox wurden für die Studie alle Internetverträge herangezogen, die über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden und im Zeitraum März bis August 2026 das Ende ihrer 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit erreicht haben beziehungsweise erreichen werden. Hardwarekosten fanden keinen Eingang in die Berechnungen, die genannten Neukundenpreise wurden am 31. Mai 2026 abgerufen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Nach Zwischenhoch: US-Inflation sinkt im Juni auf 3,5 Prozent

Die Inflation in den USA hat sich nach einem deutlichen Anstieg im Frühjahr wieder abgekühlt. Sie ging im Juni auf 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Hauptgrund waren die gesunkenen Treibstoffpreise wegen der zwischenzeitlichen Entspannung im Iran-Krieg.

100 Euro pro Liter Fruchtsaft: Verbraucher-Negativpreis für Nahrungsergänzungsmittel

Fruchtsaftkonzentrat mit Zusätzen für 100 Euro der Liter: Eine Umfrage der Verbraucherorganisation Foodwatch hat ein Nahrungsergänzungsmittel der Marke LaVita zur "dreistesten Werbelüge" des Jahres gekürt. 39 Prozent der gut 66.000 Teilnehmer an der Online-Umfrage stimmten dafür, dem "Mikronährstoffkonzentrat" des bayerischen Unternehmens den Negativpreis "Goldener Windbeutel" zu verleihen, wie Foodwatch am Dienstag mitteilte. Foodwatch forderte eine stärkere Regulierung des Marktes für Nahrungsergänzungsmittel.

Studie erwartet Rückgang der EU-Bevölkerung ab 2029 - Sorge wegen alternder Gesellschaften

Die Bevölkerung in der Europäischen Union wird einer Studie zufolge im Jahr 2029 ihren Höchststand erreichen - bevor sie dann über Jahrzehnte abnehmen wird. Der am Dienstag in Brüssel veröffentlichte Bericht des Wissenschaftszentrums der EU-Kommission geht davon aus, dass die Bevölkerung der EU von heute 450,6 Millionen Menschen bis 2029 auf 453,3 Millionen Menschen ansteigen wird, um dann bis 2100 auf 398,8 Millionen zu sinken. Als große Herausforderung sehen die Wissenschaftler eine zunehmend älter werdende Gesellschaft.

Reeder warnen vor Auswirkungen des Konflikts in Straße von Hormus auf Lieferketten

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat vor den Folgen weiterer Störungen bei der Durchfahrt der Straße von Hormus gewarnt. "Freie Schifffahrt ist weder Selbstzweck noch verhandelbar. Über den Seeweg werden Energie, Rohstoffe, Lebensmittel, Medikamente und industrielle Vorprodukte transportiert", erklärte der Verband am Dienstag. "Jede Störung trifft Lieferketten, bringt die Versorgung ins Stocken und verteuert das tägliche Leben, auch in Deutschland."

Textgröße ändern: