Deutsche Tageszeitung - 79 % der Hunde brauchen jedes Jahr den Tierarzt

79 % der Hunde brauchen jedes Jahr den Tierarzt


79 % der Hunde brauchen jedes Jahr den Tierarzt
79 % der Hunde brauchen jedes Jahr den Tierarzt / Foto: © Anteil der Hunde mit mindestens einem Leistungsfall ab dieser Höhe. Quelle: hundekrankenversicherung (Bildquelle: hundekrankenversicherung-vergleich.org)

Auswertung von 123.037 versicherten Hunden: Der mittlere Hund kostet 731 Euro im Jahr, jeder 50. über 5.000 Euro – 15-mal häufiger als beim Auto.

Textgröße ändern:

Wie oft ein Hund wirklich zum Tierarzt muss und was das kostet, war bislang kaum mit belastbaren Zahlen belegt. Eine neue Auswertung von 123.037 versicherten Hunden und 433.123 Leistungsfällen über drei Jahre schließt diese Lücke: 79 Prozent der Hunde verursachen pro Jahr mindestens einen Tierarzt-Leistungsfall. Der Tierarztbesuch ist damit für die große Mehrheit der Hunde Normalität, nicht Ausnahme.

Die wichtigsten Ergebnisse des Schaden-Reports:

79 Prozent der Hunde haben pro Jahr mindestens einen Leistungsfall.Der mittlere Hund verursacht 731 Euro Erstattung pro Jahr (Median).2 Prozent der Hunde – jeder fünfzigste – hatten mindestens einen Schaden über 5.000 Euro.Der teuerste Einzelfall lag bei 23.121 Euro nach einem Autounfall eines Welpen.

„Ein Hund nutzt seine Krankenversicherung rund 15-mal so häufig wie ein Autofahrer die seine – und zahlt dafür im Schnitt sogar weniger Beitrag", sagt Antonio Vella, Betriebswirt und Autor des Reports. „Der eigentliche Wert liegt aber nicht in den vielen kleinen Rechnungen, sondern in dem einen teuren Ausnahmefall, der jeden treffen kann."

Der Vergleich mit dem Auto macht die Zahlen greifbar: In der Kfz-Haftpflicht kommen laut GDV nur rund 50 Schäden auf 1.000 Fahrzeuge – etwa fünf Prozent pro Jahr. Ein Hund braucht mit 79 Prozent fast jedes Jahr den Tierarzt. Dabei sind die Beträge im Ernstfall in beiden Welten hoch: Die durchschnittliche Kfz-Schadenzahlung lag 2023 bei 4.542 Euro, und beim Hund erreicht ein Kreuzbandriss oder eine Tumorbehandlung schnell denselben Bereich. Hintergrund ist die stark gestiegene Kostenlage – seit der Reform der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) 2022 sind die Preise im Schnitt um gut 20 Prozent gestiegen.

Zur Methodik: Grundlage sind die aggregierten, anonymisierten Leistungsdaten aller jemals bei Vetprotect24 versicherten Hunde (aktive und beendete Verträge) über rund drei Jahre bis zum Stichtag 15. Juli 2026. Es handelt sich um ein großes, aber anbieterspezifisches Portfolio, nicht um einen Marktdurchschnitt. Der vollständige  Schaden-Report inklusive Diagrammen ist frei abrufbar.

Über Hundekrankenversicherung-Vergleich.org
Hundekrankenversicherung-Vergleich.org ist eine Studien- und Informationsseite rund um die Hundekrankenversicherung, herausgegeben von Antonio Vella (Köln). Die Auswertungen entstehen in Zusammenarbeit mit dem Tierversicherungs-Spezialisten Vetprotect24; die Kernaussagen stützen sich auf öffentlich nachprüfbare Quellen (u. a. Stiftung Warentest, Trustpilot) sowie aggregierte, anonymisierte Leistungsdaten.

Firmenbeschreibung
Antonio Vella (* 8. Januar 1996 in Köln) ist ein deutscher Versicherungsunternehmer und Tierschutz-Advokat italienischer Herkunft. Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer der auf Tierkrankenversicherungen spezialisierten Marke Vetprotect24 sowie Gesellschafter mehrerer Unternehmen in der Finanzdienstleistungs- und Haustierbranche.

Kontakt
Vella Group
Antonio Vella
Höninger Weg 155a
50969 Köln
022167811910
https://www.vella-group.de

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Flughafen auf Sizilien nach Ausbruch des Ätna wieder geöffnet

Nach einwöchiger Schließung wegen eines Ausbruchs des Vulkans Ätna ist der Flughafen von Catania auf Sizilien wieder geöffnet. Nachdem die vulkanische Aktivität zurückgegangen war, wurde der Flugbetrieb am frühen Samstagnachmittag wieder aufgenommen, wie die Flughafenbetreiber mitteilten. Tausende Urlauber hatten seit dem 8. August auf der italienischen Mittelmeerinsel festgesessen, nachdem alle Flüge von und nach Catania eingestellt worden waren.

Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Teheran widerspricht

US-Präsident Donald Trump hat mit der Äußerung, die Straße von Hormus zum US-Territorium erklären zu wollen, den Widerspruch Teherans ausgelöst. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte Trump am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. Teheran wies Trumps Äußerungen zurück und betonte, die Meerenge "wird iranisch bleiben". Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten derweil einen iranischen Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus.

Steinmeier ruft zu Solidarität mit queeren Menschen auf - CSD-Paraden in mehreren Städten

Drei Wochen nach dem Anschlag auf den Berliner CSD hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Solidarität mit queeren Menschen aufgerufen. "Viele von ihnen haben inzwischen Angst", schrieb der Bundespräsident in einem am Samstag veröffentlichten Gastbeitrag für "Zeit Online". "Sie tragen schon seit geraumer Zeit ein wachsendes Risiko, Opfer von feindlichen Herabsetzungen, Anfeindungen und Straftaten zu werden." Es sei nicht hinnehmbar, dass CSD-Paraden, die für dieses Wochenende in mehreren deutschen Städten geplant sind, bedroht würden: "Das können wir nicht dulden."

Rhein-Pegelstand bei Kaub steigt leicht auf elf Zentimeter

Die Niedrigwasser-Lage im Rhein hat sich am Samstag nicht weiter verschärft. Der Pegelstand an der viel beachteten Messstelle im rheinland-pfälzischen Kaub stieg bis zum späten Vormittag leicht auf elf Zentimeter - nach sechs Zentimetern am Vortag, wie aus dem Monitoring der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins hervorging. Weil die meisten Schiffe diese flache Stelle nicht mehr passieren können, ist der Rhein faktisch zweigeteilt.

Textgröße ändern: