Deutsche Tageszeitung - Konjunkturerwartungen von Finanzexperten kräftig gestiegen

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten kräftig gestiegen


Konjunkturerwartungen von Finanzexperten kräftig gestiegen
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten kräftig gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten sind im Juli kräftig gestiegen. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index deutlich um 15,8 Punkte auf nun plus 26,3 Zähler zu. Insbesondere hellten sich demnach die Aussichten für den Maschinenbau und den privaten Konsum auf.

Textgröße ändern:

"Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Insbesondere die exportorientierten Sektoren, sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse." Die Entwicklung des Iran- Konflikts und des Ölpreises bleibe "dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands", fügte er hinzu.

Ein Anstieg wurde nach ZEW-Angaben auch bei der Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verzeichnet, "wenn auch in einem geringeren Ausmaß". Der Lageindikator für Deutschland stieg demnach gegenüber dem Vormonat um 3,4 Punkte, liegt mit minus 77,6 Punkten aber noch deutlich im negativen Bereich.

Das ZEW fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige ökonomische Entwicklung Deutschlands. An der aktuellen Umfrage vom 13. bis zum 21. Juli beteiligten sich 185 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Bahn informiert über Sanierung der Strecke Berlin-Hannover

Die Deutsche Bahn (DB) informiert am Dienstag (13.30 Uhr) über die am Donnerstag beginnenden Sanierungsarbeiten an der Strecke zwischen Berlin und Hannover. Leitende Manager des Konzerns erläutern am Haltepunkt Schönhausen in Sachsen-Anhalt die "sehr umfangreichen Bauarbeiten". Die Strecke wird grundsaniert und voraussichtlich bis Ende 2027 für den Fernverkehr voll gesperrt. Die Fahrtzeit verlängert sich wegen nötiger Umleitungen um 80 Minuten.

Verkaufsversuch gescheitert: Biontech schließt drei Standorte in Deutschland

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat die Schließung drei seiner Standorte in Deutschland bestätigt. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", erklärte der Konzern am Montag. Der Standort in Tübingen soll nach Unternehmensangaben zum Ende des Jahres 2027 schließen, jener in Marburg Anfang 2028 und der Standort in Idar-Oberstein Ende 2028.

Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

Korruptionsprozess in Paris: Freiheitsstrafe für Ex-Ministerin Dati gefordert

Im Korruptionsprozess gegen die frühere französische Ministerin und Europaabgeordnete Rachida Dati hat die Anklage eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Finanzstaatsanwaltschaft forderte am Montag bei dem Prozess in Paris wegen illegaler Lobbyarbeit für die Autobauerallianz Renault-Nissan zudem ein fünfjähriges Ämterverbot für die prominente konservative Politikerin.

Textgröße ändern: