Deutsche Tageszeitung - Verhandlungen mit Vermietern: 33 Galeria-Standorte auf der Kippe

Verhandlungen mit Vermietern: 33 Galeria-Standorte auf der Kippe


Verhandlungen mit Vermietern: 33 Galeria-Standorte auf der Kippe
Verhandlungen mit Vermietern: 33 Galeria-Standorte auf der Kippe / Foto: © AFP/Archiv

Bei der Kaufhauskette Galeria stehen 33 der insgesamt 83 Standorte auf der Kippe. "Voraussetzung für den Erhalt jedes Standorts ist seine wirtschaftliche Tragfähigkeit", erklärte das Düsseldorfer Unternehmen am Mittwoch. Galeria habe nun für 33 Filialen "intensive Verhandlungen über Mietkautionen und Flächenanpassungen" aufgenommen.

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Verhandlungen mit den Vermietern der Filialen seien "einer von sechs strategischen Hebeln" einer im Juni beschlossenen strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, führte Galeria aus. Ziel sei es nun, für die 33 Standorte "zeitnah eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive zu entwickeln".

Bei einzelnen Standorten seien die Rahmenbedingungen aber "sehr herausfordernd", warnte das Unternehmen. Sollten die Verhandlungen keinen Erfolg haben, "können konzeptionelle Anpassungen die Konsequenz sein". Konkreter: Die Filialen könnten "nicht mehr als klassisches Warenhaus" fortgeführt werden. Unter Umständen könnten die Filialen auch gänzlich schließen.

Den Angaben zufolge wird für neun Standorte bereits seit einigen Monaten verhandelt. Dazu gehören drei Filialen in Berlin, zwei in Köln und jeweils eine in München, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. "Bei den weiteren 24 Standorten starten wir jetzt proaktiv Gespräche, um bestehende Verträge an die lokalen Gegebenheiten und veränderten Marktbedingungen der jeweiligen Stadt anzupassen", erklärte Galeria-Finanzvorstand Norman Krotten.

Auch bei den 50 weiteren Standorten würden Gespräche mit den Vermietern und lokalen Partnern geführt, erklärte Galeria weiter. "Viele Häuser haben noch nicht ausgeschöpft, was in ihrem lokalen Markt möglich ist", erklärte dazu Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock. "Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten."

Galeria hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet. Die Kaufhauskette war im Zuge der Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa in Schwierigkeiten geraten. Später übernahm ein Investorenkonsortium die Warenhauskette. Die neuen Eigentümer strichen unter anderem die Namen Kaufhof und Karstadt und verlegten den Verwaltungssitz von Essen nach Düsseldorf.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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