Deutsche Tageszeitung - Nach Seeblockade-Verkündung: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Tanker

Nach Seeblockade-Verkündung: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Tanker


Nach Seeblockade-Verkündung: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Tanker
Nach Seeblockade-Verkündung: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Tanker / Foto: © AFP

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Die beiden Schiffe seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden, erklärte die Miliz am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die beiden Schiffe hätten gegen eine Seeblockade verstoßen, die Anfang der Woche von den Huthis gegen Saudi-Arabien verhängt worden war.

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Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, wurde ein Öltanker im Roten Meer von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Dadurch sei nach Angaben des Kapitäns ein Feuer ausgebrochen. "Die Besatzung bekämpft es derzeit." Der Vorfall habe sich rund 70 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Al Schukaik ereignet, berichtete die Behörde.

Die Huthi-Miliz hatte am Montag eine Seeblockade gegen saudiarabische Häfen verkündet. Damit entwickelt sich die Meerenge von Bab-al-Mandab im Roten Meer nach der vom Iran blockierten Straße von Hormus zu einem weiteren Krisenpunkt für Frachtschiffe. Am Mittwoch warnte die pro-iranische Miliz Schiffe in der Region per Funkspruch vor einer Durchfahrt. Nun griffen die jemenitischen Rebellen nach eigenen Angaben erstmals zwei Öltanker an.

Der Ölexport Saudi-Arabiens - des größten Rohölexporteurs der Welt - ist bereits durch die Blockade der Straße von Hormus durch Teheran stark eingeschränkt. Allerdings ermöglichte es der saudiarabische Hafen Yanbu am Roten Meer dem Land bisher, Öl zu exportieren, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Dies wäre bei einer Seeblockade durch die Huthi-Miliz nicht mehr möglich.

US-Präsident Donald Trump hatte die jemenitische Huthi-Miliz am Dienstag davor gewarnt, saudiarabische Häfen zu blockieren. "Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern", sagte er.

(L.Møller--DTZ)

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