Deutsche Tageszeitung - Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu

Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu


Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu
Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu / Foto: © AFP

Nach einem Angriff auf einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer ist der Ölpreis massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steuerte am Donnerstag auf die symbolische Marke von 100 Dollar zu. Die Sorge vor einer Ausweitung des Iran-Konflikts sorgte für große Unsicherheit an den Märkten.

Textgröße ändern:

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen sprach von zwei saudiarabischen Tankern, die sie im Roten Meer angegriffen hätten. Aus Saudi-Arabien hieß es, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Damit entwickelt sich im Zuge des Iran-Krieges offenbar eine weitere Front.

"Schon seit mehreren Wochen haben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus lahmgelegt", erklärte die DZ-Bank-Analystin Linda Yu. Nun weite sich die Krise auf das Rote Meer aus.

Für Riad ist das verheerend: "Bislang konnte Saudi-Arabien einen Großteil seiner Exporte über Pipelines zum Roten Meer umleiten", erklärte Yu. "Sollte neben Hormus nun auch die Meerenge Bab al-Mandab dauerhaft blockiert werden, müssten Tanker den Umweg Südafrika nehmen." Für diesen Fall halte sie einen Brent-Preis von über 120 Dollar pro Barrel für realistisch.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Verkaufsversuch gescheitert: Biontech schließt drei Standorte in Deutschland

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat die Schließung drei seiner Standorte in Deutschland bestätigt. "Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten und eines breit angelegten Verkaufsprozesses ist es leider nicht gelungen, einen Kauf zu realisieren", erklärte der Konzern am Montag. Der Standort in Tübingen soll nach Unternehmensangaben zum Ende des Jahres 2027 schließen, jener in Marburg Anfang 2028 und der Standort in Idar-Oberstein Ende 2028.

Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

Korruptionsprozess in Paris: Freiheitsstrafe für Ex-Ministerin Dati gefordert

Im Korruptionsprozess gegen die frühere französische Ministerin und Europaabgeordnete Rachida Dati hat die Anklage eine vierjährige Freiheitsstrafe gefordert. Die Finanzstaatsanwaltschaft forderte am Montag bei dem Prozess in Paris wegen illegaler Lobbyarbeit für die Autobauerallianz Renault-Nissan zudem ein fünfjähriges Ämterverbot für die prominente konservative Politikerin.

Iranische Anwältin Nasrin Sotudeh erhält Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte

Als erste Iranerin ist die Anwältin Nasrin Sotudeh mit dem Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet worden. Sotudeh, die sich gegen die Todesstrafe und gegen den Kopftuchzwang für Frauen im Iran einsetzt, erhielt den Preis für ihr Engagement "trotz wiederholter Verhaftungen, langer Haftstrafen und erheblicher persönlicher Risiken", begründete der Europarat am Montag in Straßburg seine Entscheidung. Die 63-jährige Anwältin brachte in einer Videobotschaft ihre Hoffnung auf "Freiheit" im Iran zum Ausdruck.

Textgröße ändern: