Deutsche Tageszeitung - Probleme im China-Geschäft: Absatz von Mercedes im zweiten Quartal gesunken

Probleme im China-Geschäft: Absatz von Mercedes im zweiten Quartal gesunken


Probleme im China-Geschäft: Absatz von Mercedes im zweiten Quartal gesunken
Probleme im China-Geschäft: Absatz von Mercedes im zweiten Quartal gesunken / Foto: © AFP

Der Autobauer Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal deutlich weniger Autos verkauft. Der Absatz im Autosegment ging um knapp sieben Prozent auf 417.865 Fahrzeuge zurück, wie der Stuttgarter Konzern am Dienstag mitteilte. Demnach konnten Steigerungen bei den Verkaufszahlen in Europa um vier und den USA um zehn Prozent einen Einbruch in China um 30 Prozent nicht ausgleichen.

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Der operative Gewinn im Autobereich ging um 26 Prozent auf 909 Millionen Euro zurück. Besonders ins Gewicht fiel hier eine Sonderabschreibung in China in Höhe von 704 Millionen Euro. "Der chinesische Markt und die Kundinnen und Kunden in China haben für Mercedes-Benz unverändert eine hohe strategische Bedeutung", versicherte Mercedes.

Die Prognose für das Gesamtjahr passte Mercedes-Benz nach unten an und erwartet nun einen Gesamtabsatz leicht unter Vorjahresniveau. Auch für den Konzernumsatz wird nun mit einem schlechteren Wert als im Vorjahr gerechnet. Im zweiten Quartal belief sich der Konzernumsatz auf rund 32 Milliarden Euro, knapp 23 Milliarden davon im Autosegment.

Zugleich erhöhte das Unternehmen die Erwartung an den Anteil von E-Autos am Gesamtabsatz von 23 auf 25 Prozent. Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes den Angaben nach 52.852 E-Autos - 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde dies vor allem durch ein Absatzplus um 87 Prozent auf dem europäischen Markt.

Mercedes-Chef Ola Källenius hob insbesondere den Anstieg beim E-Auto-Anteil positiv hervor. "In der zweiten Jahreshälfte konzentrieren wir uns darauf, mehr neue Modelle zu unseren Kundinnen und Kunden zu bringen und unsere Kostenposition sowie Produktivität weiter zu verbessern", erklärte er.

Auch im Bereich Kleinlaster liefen die Geschäfte gut. Der Absatz erhöhte sich im Jahresvergleich leicht auf rund 94.000 Fahrzeuge, der Umsatz stieg um gut fünf und der operative Gewinn um knapp drei Prozent. Für ein insgesamt solides Konzernergebnis im zweiten Quartal sorgte außerdem der Finanzbereich mit einem satten Plus beim operativen Gewinn um 70 Prozent.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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