Deutsche Tageszeitung - BASF treibt Jobabbau voran - 7000 Stellen weltweit gestrichen

BASF treibt Jobabbau voran - 7000 Stellen weltweit gestrichen


BASF treibt Jobabbau voran - 7000 Stellen weltweit gestrichen
BASF treibt Jobabbau voran - 7000 Stellen weltweit gestrichen / Foto: © AFP/Archiv

Der Chemiekonzern BASF treibt den 2024 begonnenen Stellenabbau voran. "Wir haben das Tempo noch einmal erhöht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen", erklärte Konzernchef Markus Kamieth am Mittwoch. "Im ersten Halbjahr 2026 haben wir mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen." Seit Januar 2024 wurden demnach weltweit 7000 Stellen gestrichen.

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Im Mai sank die Zahl der Vollzeitstellen am Hauptsitz in Ludwigshafen den Angaben nach erstmals seit 1954 auf unter 30.000. "Dies ist ein wichtiger und notwendiger Schritt, um den Standort wieder wettbewerbsfähig zu machen", erklärte Kamieth. Weltweit beschäftigt der Konzern nun rund 95.000 Menschen.

Die deutsche Chemieindustrie steckt in der Krise. Hohe Energiekosten, bürokratische Hürden und nicht zuletzt die kostengünstigere Konkurrenz aus China machen den heimischen Unternehmen zu schaffen. BASF baut deshalb insbesondere in Deutschland Jobs ab, eröffnete in China jedoch kürzlich einen neuen Werkskomplex.

Im Februar kündigte der Konzern zudem an, den Personalbestand seines Geschäftsbereichs für Verwaltungsdienstleistungen, in dem rund 8.500 Mitarbeiter beschäftigt sind, durch die Verlagerung weiterer Aktivitäten nach Asien zu reduzieren. Zudem verkaufte BASF sein Geschäft mit Lacken und Dichtstoffen für Autos, Züge und Flugzeuge.

Für das zweite Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von 17,2 Milliarden Euro - 2,4 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 854 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden. Die Gewinnerwartung für das laufende Jahr erhöhte BASF um 700 Millionen Euro auf eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden.

(P.Hansen--DTZ)

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