Deutsche Tageszeitung - Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an

Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an


Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an
Schwacher Yen hilft: Toyota hebt Gewinnprognose an / Foto: © AFP

Auch dank des schwachen Yen hat der japanische Autobauer Toyota seinen Gewinn im Quartal von April bis Juni kräftig gesteigert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der größte Autobauer der Welt machte einen Quartalsgewinn von 1,48 Billionen Yen (8,16 Milliarden Euro) - ein Sprung um 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 10,4 Prozent auf umgerechnet 74,5 Milliarden Euro.

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Toyota teilte am Dienstag mit, die Ergebnisse seien trotz der Auswirkungen der Lage im Nahen Osten dank positiver Wechselkurseffekte, Kosteneinsparungen und des Anstiegs der Verkäufe von Hybridautos "relativ stabil". Besonders gut lief das Geschäft mit Hybridautos demnach in den USA. Auch hier half der schwache Yen, der Exporte günstiger macht. Toyota verkauft 80 Prozent seiner Autos im Ausland.

Der Absatz weltweit allerdings sank im ersten Halbjahr von Januar bis Juni um 2,8 Prozent. Vor allem in China wurden weniger Autos von Toyota gekauft - hier gingen die Verkäufe um 17,1 Prozent zurück. Die Konkurrenz durch chinesische Marken ist groß.

Dank des hohen Gewinns im zurückliegenden Quartal hob Toyota seine Prognose für das Geschäftsjahr bis Ende März 2027 dennoch an: Der Konzern rechnet nun mit einem Gewinn von 3,25 Billionen Yen (17,9 Milliarden Euro) - bislang hatte die Prognose bei 3,0 Billionen Yen gelegen. Beim Umsatz erwartet Toyota 54 Billionen Yen, das ist etwas weniger als in der bisherigen Prognose - wäre aber eine Steigerung um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Japans Währung war Ende Juni auf den tiefsten Stand zum Dollar seit 40 Jahren gefallen, unter anderem eine Folge von höheren US-Zinsen und steigenden Erdölpreisen im Zuge des Iran-Kriegs. Ende Juli sprangen die USA Japan bei und halfen, den Yen zu stützen. Die Zweigstelle der US-Notenbank Fed in New York verkaufte für das US-Finanzministerium Euro und kaufte dafür Yen.

(A.Nikiforov--DTZ)

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