Deutsche Tageszeitung - Zuwächse in der Autobranche: Industrieproduktion legt im Juni leicht zu

Zuwächse in der Autobranche: Industrieproduktion legt im Juni leicht zu


Zuwächse in der Autobranche: Industrieproduktion legt im Juni leicht zu
Zuwächse in der Autobranche: Industrieproduktion legt im Juni leicht zu / Foto: © AFP

Die Industrieproduktion in Deutschland hat im Juni im dritten Monat in Folge zugenommen - allerdings nur leicht. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag wuchs die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Dreimonatsvergleich war die Industrieproduktion von April bis Juni 0,7 Prozent höher als in den drei Monaten davor.

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Maßgeblich sei die positive Entwicklung auf die Zuwächse in der Autoindustrie zurückzuführen, erklärte das Statistikamt: Hier legte die Produktion um 3,6 Prozent zu. Im sonstigen Fahrzeugbau - dazu gehören Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge - stieg die Produktion sogar um 8,4 Prozent. Im Maschinenbau dagegen schrumpfte die Produktion im Juni im Vormonatsvergleich um 3,9 Prozent.

"Der moderate Aufwärtstrend der Produktion im Produzierenden Gewerbe setzt sich zur Jahresmitte fort", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Damit habe sich die Industrieproduktion "ungeachtet der außenwirtschaftlichen Belastungen im vergangenen Quartal als recht widerstandsfähig erwiesen".

Das Ministerium verwies auf eine Erholung im Baugewerbe. Daneben "könnte auch eine relative Verbesserung der Wettbewerbsposition bei den energieintensiven Industrien in Deutschland im Vergleich zu den asiatischen Konkurrenten eine Rolle gespielt haben". Asiatische Staaten sind stark abhängig von Öl und Gas aus der Golfregion und sind damit betroffen von Lieferengpässen und stark gestiegenen Preisen.

Aktuell hemmt das Niedrigwasser eine weitere positive Entwicklung der Produktion in Deutschland: Die historischen Niedrigwasserstände auf zentralen Binnenschifffahrtsstraßen seien eine "Herausforderung für die regionale Rohstoff- und Materialversorgung von Industrieunternehmen", erklärte das Ministerium. Bei einem längeren Anhalten der reduzierten Binnenschifffahrtskapazitäten seien temporäre Einschränkungen bei der Produktionstätigkeit von betroffenen Unternehmen nicht auszuschließen.

(B.Izyumov--DTZ)

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