Deutsche Tageszeitung - Größer als alle bisherigen US-Anlagen: Amazon finanziert für Rechenzentren riesiges Gaskraftwerk

Größer als alle bisherigen US-Anlagen: Amazon finanziert für Rechenzentren riesiges Gaskraftwerk


Größer als alle bisherigen US-Anlagen: Amazon finanziert für Rechenzentren riesiges Gaskraftwerk
Größer als alle bisherigen US-Anlagen: Amazon finanziert für Rechenzentren riesiges Gaskraftwerk / Foto: © AFP

Der Internetkonzern Amazon finanziert in Texas für seine Rechenzentren ein riesiges Gaskraftwerk, das leistungsstärker als alle bisherigen Anlagen in den USA werden soll. Das Unternehmen bestätigte am Freitag entsprechende Berichte. Es ist das jüngste Beispiel dafür, wie die großen Technologiekonzerne im Wettlauf um Künstliche Intelligenz versuchen, sich vom öffentlichen Stromnetz unabhängig zu machen und selbst Energie für ihre Rechenzentren zu erzeugen.

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Das Marktanalyseunternehmen Cleanview hatte zuvor Satellitenbilder ausgewertet, um drei in dieser Woche von Amazon eingereichte Baugenehmigungen für Rechenzentren mit dem privat geplanten Gaskraftwerk in Texas in Verbindung zu bringen, das von Pacifico Energy entwickelt wird und unter dem Namen "GW Ranch" läuft. Aus zuvor eingereichten Genehmigungsunterlagen für das Kraftwerk geht hervor, dass die Anlage über 35 Turbinen verfügen und eine Leistung von 7,65 Gigawatt erzeugen soll – mehr als jedes derzeit in den USA betriebene Gaskraftwerk.

Durch die eigene Stromerzeugung werde vermieden, dass die Kosten für die KI-Entwicklung an die Bürger weitergegeben werden, erklärte Amazon. Die Stromrechnungen der Privathaushalte sind in den USA zuletzt oft stark gestiegen, weil die Versorgungsunternehmen Kosten für die Schaffung der für den KI-Boom notwendigen neuen Infrastruktur an Verbraucher weiterreichen. "Amazon ist der Überzeugung, dass die Kosten für die Energieversorgung unserer Betriebsabläufe voll von uns getragen werden sollten", sagte ein Unternehmenssprecher.

(L.Møller--DTZ)

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