Deutsche Tageszeitung - Niedrigwasser: Handelsverband fordert dauerhafte Zulassung von Lang-Lkw

Niedrigwasser: Handelsverband fordert dauerhafte Zulassung von Lang-Lkw


Niedrigwasser: Handelsverband fordert dauerhafte Zulassung von Lang-Lkw
Niedrigwasser: Handelsverband fordert dauerhafte Zulassung von Lang-Lkw / Foto: © AFP

Angesichts der niedrigen Pegelstände an zahlreichen Flüssen fordert der Handelsverband Deutschland (HDE), sogenannte Lang-Lkw dauerhaft zuzulassen. Diese Lastwagen könnten deutlich mehr Ladung als gewöhnliche Lkw transportieren, erklärte der HDE am Montag. Für Lang-Lkw müsste zudem ein zuverlässiges Verkehrsnetz ausgebaut werden. Herkömmliche Lkw sind maximal 18,75 Meter lang, Lang-Lkw oder Gigaliner bis zu 25,25 Meter.

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"Der Einzelhandel ist auf eine funktionierende Logistik im ganzen Land angewiesen", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zwar würden nur sehr wenige Güter, die für den Einzelhandel bestimmt sind, per Schiff transportiert. Bei Ausweichbewegungen von Schiffen hin zu Lkw und Bahn könnten aber Engpässe entstehen, die dann auch der Einzelhandel zu spüren bekomme. "Wenn man dann noch den seit Jahren akuten Lkw-Fahrermangel sieht, wird klar, dass derzeit alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten."

Aktuell wird laut HDE über die Änderung der Verordnung zu Lang-Lkw verhandelt - allerdings "mit einer abermals nur befristeten Genehmigung". Der HDE fordere "endlich einen Übergang in den Regelbetrieb". Unternehmen könnten den Betrieb mit Lang-Lkw nur dann weiter ausbauen, wenn sie sicher sein können, dass sie die Fahrzeuge auch dauerhaft nutzen können. "Dass wir dieses Verkehrsmittel brauchen, macht die aktuelle Situation deutlich", betonte Genth.

Der Einsatz von Gigalinern war bis Ende 2016 fünf Jahre lang getestet worden. Seit 2017 dürfen sie auf bestimmten Straßen fahren, überwiegend sind das Bundesfernstraßen.

Laut Bundesverkehrsministerium ersetzen zwei Lang-Lkw drei Fahrten mit herkömmlichen Lkw, die Kraftstoffersparnisse liegen demnach zwischen 15 und 25 Prozent. Es gibt keinen erhöhten Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur, auch weil die Gewichtsbeschränkung für die meisten Lkw von 40 Tonnen auch für Lang-Lkw gelten.

(M.Travkina--DTZ)

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