Deutsche Tageszeitung - Straße von Hormus bleibt blockiert: Ölpreise wieder kräftig gestiegen

Straße von Hormus bleibt blockiert: Ölpreise wieder kräftig gestiegen


Straße von Hormus bleibt blockiert: Ölpreise wieder kräftig gestiegen
Straße von Hormus bleibt blockiert: Ölpreise wieder kräftig gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Hoffnungen auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs schwinden und die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert - in den vergangenen Tagen sind die Ölpreise daher wieder stark gestiegen. Am Dienstagmorgen sprang der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kurzzeitig wieder über 90 Dollar, ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate kostete fast 84 Dollar. Im Tagesverlauf gingen die Preise wieder leicht zurück.

Textgröße ändern:

Die Preise an Deutschlands Tankstellen liegen seit Wochen über zwei Euro pro Liter Sprit. Am Montag kostete ein Liter Super E10 im Tagesdurchschnitt nach Angaben des ADAC 2,106 Euro, ein Liter Diesel 2,170 Euro.

Die Rohölpreise seien in weniger als einer Woche um je zehn Dollar gestiegen, erklärte Analyst Dan Coatsworth von der Investmentplattform AJ Bell. Das sei "beunruhigend - aber kein Grund zu Panik". "Da es keine positiven Meldungen zu den Verhandlungen über die Wiederöffnung der Meerenge gibt, ist der Druck auf die Ölpreise gestiegen", erläuterte Analyst Jason Wong von der neuseeländischen Bank BNZ.

Analyst Stephen Innes von Quintex Intel erklärte: "Im Grunde versuchen beide Seiten, das Barrel Öl als Waffe einzusetzen, ohne einen weiteren Schuss abzufeuern: Washington versucht, den Iran daran zu hindern, sein Rohöl zu exportieren, während Teheran die Lebensader abschnürt, durch die das Rohöl aller anderen fließt." Das sei ein "Spiel mit dem Feuer".

Trump hatte dem Iran in den vergangenen Woche mit "sehr harten" Angriffen gedroht, war aber dann umgeschwenkt und hatte angedeutet, dass ein Friedensabkommen in greifbarer Nähe sei. Am Sonntag erklärte der US-Präsident wiederum, sich "zurückhalten" und nun mehr auf wirtschaftlichen Druck setzen zu wollen.

Die USA und Israel hatten Ende Februar mit massiven Angriffen auf den Iran begonnen. In den seit Wochen unter pakistanischer Vermittlung laufenden Verhandlungen über eine endgültige Friedenslösung hat der Iran immer wieder seine Bedingungen verschärft und unter anderem Reparationen für die Kriegsschäden verlangt, zuletzt im Gegenzug für eine Öffnung der für den weltweiten Schiffsverkehr wichtigen Straße von Hormus.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Portal: Jedes dritte Einfamilienhaus in Metropolen kostet über eine Million Euro

Mehr als jedes dritte angebotene Einfamilienhaus in einer der acht größten deutschen Städte kostet einer Auswertung des Immobilienportals Immoscout24 zufolge mehr als eine Million Euro. Zugleich sei die Nachfrage nach diesen Immobilien aber geringer als das Angebot, wie das Unternehmern am Dienstag mitteilte. Im ländlichen Raum trifft dies auf die niedrigste Preisklasse zu: Hier gibt es ein großes Angebot und eine geringere Nachfrage.

Folgen der Trockenheit: Flusspegel sinken weiter - Rheinpegel in Koblenz einstellig

Die anhaltende Trockenheit und fehlende Niederschläge lassen in Deutschland vielerorts die Wasserstände an Flüssen weiter sinken. Der Rheinpegel in Koblenz lag am Dienstagfrüh bei einem einstelligen Wert von nur noch acht Zentimetern und damit nahe an dem bisher niedrigsten bekannten Wasserstand von sechs Zentimetern im Jahr 1929, wie aus den von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes veröffentlichten Daten hervorging.

Straße von Hormus bleibt blockiert: Preis für Nordseeöl wieder über 90 Dollar

Die Hoffnungen auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs schwinden und die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert - in den vergangenen Tagen sind die Ölpreise daher wieder stark gestiegen. Am Dienstagmorgen sprang der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent wieder über 90 Dollar. Im Vergleich zum Vortag stieg er damit um mehr als 2,5 Prozent. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate kostete mehr als 84 Dollar.

Fast 224 Millionen Übernachtungen: Neuer Rekord für Deutschlands Tourismusbranche

Deutschland bleibt als Urlaubsland beliebt: Im ersten Halbjahr 2026 verbuchten Hotels, Pensionen und Campingplätze 223,8 Millionen Übernachtungen, ein neuer Rekordwert für diesen Zeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl lag noch einmal 0,3 Prozent über dem Rekord vom ersten Halbjahr 2025.

Textgröße ändern: