Deutsche Tageszeitung - Philip-Morris-Chefin hofft auf Ende der Zigaretten: "Rauchen ist schädlich"

Philip-Morris-Chefin hofft auf Ende der Zigaretten: "Rauchen ist schädlich"


Philip-Morris-Chefin hofft auf Ende der Zigaretten: "Rauchen ist schädlich"
Philip-Morris-Chefin hofft auf Ende der Zigaretten: "Rauchen ist schädlich" / Foto: © AFP/Archiv

Die neue Deutschland-Chefin des Tabakkonzerns Philip Morris, Özlem Dikmen, hofft nach eigenen Worten langfristig auf ein Ende von Zigaretten. "Wir müssen den Menschen das Rauchen abgewöhnen", sagte die Managerin dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Meldung vom Samstag. "Rauchen ist schädlich", warnte die Konzernchefin. Sie arbeite dafür, den Tag zu erleben, an dem die letzte Marlboro-Zigarette angezündet wird, sagte Dikmen mit Blick auf die von ihrem Konzern hergestellte Marke.

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"Ich hoffe sehr, dass es diesen Tag geben wird, auch wenn die Zahlen das leider nicht zeigen", sagte die Philip-Morris-Chefin. Sie hoffe trotzdem, "dass es schneller kommen wird, als wir heute glauben". Sie selbst habe früher geraucht - "aber nur als Sozialraucherin, beim Ausgehen, wenn es gesellig wurde und Alkohol getrunken wurde". Der Umstieg auf weniger schädliche Tabakerhitzer sei ihr schwer gefallen, "weil ich lange Zeit den Geruch von echtem Tabak bevorzugt habe".

Die Philip-Morris-Chefin kritisierte zugleich die geplante Erhöhung der Tabaksteuer in Deutschland. "Wir stellen uns nicht grundsätzlich gegen höhere Steuern - aber sie sollten planbar, schrittweise und verhältnismäßig erfolgen", sagte Dikmen. "Die Erfahrung lehrt: Steigen die Preise für Zigaretten zu steil, blüht der Schwarzmarkt." Frankreich zeige, wohin dies führen könne. Etwa jede zweite dort konsumierte Zigarette sei illegal.

Dikmen kündigte an, das Gespräch mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck, suchen zu wollen. Streeck hatte sich jüngst beschwert, dass er von der Tabaklobby regelrecht verfolgt werde. "Gerade bei kontroversen Themen halte ich den Dialog für wichtig", sagte Dikmen. "Deshalb würde ich mich auch über ein persönliches Gespräch mit Herrn Streeck freuen."

(L.Svenson--DTZ)

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