Deutsche Tageszeitung - US-Journalist: Trump droht dem Oman mit Angriffen bei Widerspruch gegen Iran-Abkommen

US-Journalist: Trump droht dem Oman mit Angriffen bei Widerspruch gegen Iran-Abkommen


US-Journalist: Trump droht dem Oman mit Angriffen bei Widerspruch gegen Iran-Abkommen
US-Journalist: Trump droht dem Oman mit Angriffen bei Widerspruch gegen Iran-Abkommen / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat dem Oman einem US-Journalisten zufolge mit Angriffen gedroht, falls sich das Land einem möglichen US-Abkommen mit dem Iran zur Zukunft der Straße von Hormus "in den Weg stellt". In diesem Fall "werden wir sie in Grund und Boden bomben", sagte Trump dem Fox-News-Journalisten Trey Yingst, wie dieser am Montag im Onlinedienst X berichtete. Trump verlangte demnach außerdem die Kapitulation Teherans.

Textgröße ändern:

Der US-Präsident erklärte Yingst zufolge weiter, dass Gespräche mit den iranischen Revolutionsgarden über geheime Kanäle liefen. Er habe es aber nicht eilig mit einer Einigung. Zu den iranischen Unterhändlern sagte Trump, diese seien "gute Pokerspieler", sie "werden aber zugrunde gehen".

Kurz nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar hatte Teheran die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Meerenge de facto geschlossen, was die Energiepreise stark in die Höhe trieb. In den Verhandlungen mit den USA über eine dauerhafte Friedenslösung hatte der Iran immer wieder eine Maut für die Durchfahrt durch die Meerenge ins Spiel gebracht, was die USA vehement ablehnen. Stattdessen hatte Trump am Freitag angekündigt, die Straße von Hormus zum US-Territorium erklären zu wollen.

Neben den Gesprächen mit den USA verhandelt der Iran seit Wochen mit dem Oman über künftige Regelungen für die Schifffahrt. Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, diese Gespräche befänden sich in der "Endphase". Beide Seiten arbeiteten an einer gemeinsamen Erklärung zu dem Thema, erklärte das iranische Außenministerium am Montag.

Vor Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran galt die Straße von Hormus als offene internationale Wasserstraße, Gebühren für Schiffe wurden nicht erhoben. Ein Großteil der Schifffahrtsrouten verläuft durch omanische Gewässer.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Fast zwei Billionen: US-Neuverschuldung steigt unter Trump auf Fünf-Jahres-Hoch

Die Neuverschuldung der USA ist trotz der von Präsident Donald Trump angekündigten Ausgabenkürzungen auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen. Im Haushaltsjahr 2026, das Ende September endete, betrug das Defizit 1,99 Billionen Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Finanzministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Selenskyj setzt nach Streit mit Trump verstärkt auf die Europäer

Wenn es mit den USA knirscht, kann die Ukraine immer noch auf Europa zählen: Das versicherten sich EU-Staats- und Regierungschefs und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am zweiten Tag des EU-Gipfels gegenseitig. "Unterstützung und nur Unterstützung" habe er von seinen EU-Kollegen erhalten, sagte Selenskyj am Freitag vor Journalisten in Brüssel. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte unterdessen Verständnis dafür, dass die Ukraine ihre Angriffe auf Russland fortsetzt.

Merz nach Einigung mit Frankreich: Verbrenner-Aus ist "damit Geschichte"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich angesichts der deutsch-französischen Einigung zur Autoindustriepolitik erleichtert gezeigt. "Ich will es mal ganz einfach so sagen: Das Verbrenner-Aus ist dann damit Geschichte", sagte Merz zum Ende des EU-Gipfels in Brüssel am Freitag. Er sei "sehr dankbar", dass dies gelungen sei.

Nach Diesel-Deal: Selenskyj warnt vor weiteren Lockerungen bei Sanktionen

Angesichts der derzeit angespannten Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Brüssel der Unterstützung seiner europäischen Verbündeten versichert. Er habe von seinen europäischen Kollegen "Unterstützung und nur Unterstützung" erhalten, sagte Selenskyj am Rande des EU-Gipfels am Freitag vor Journalisten. Mit Blick auf die Drosselung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink bemerkte er, die Geschwindigkeit sei noch nicht wieder voll hergestellt.

Textgröße ändern: