Deutsche Tageszeitung - Pentagon vergibt milliardenschweren Rüstungsauftrag für Tomahawk-Raketen

Pentagon vergibt milliardenschweren Rüstungsauftrag für Tomahawk-Raketen


Pentagon vergibt milliardenschweren Rüstungsauftrag für Tomahawk-Raketen
Pentagon vergibt milliardenschweren Rüstungsauftrag für Tomahawk-Raketen / Foto: © US NAVY/AFP

Nach Berichten über Engpässe bei den Raketenbeständen der USA infolge des Iran-Krieges hat das Pentagon einen milliardenschweren Auftrag zur Herstellung von Tomahawk-Raketen vergeben. Der Vertrag mit dem US-Unternehmen Raytheon mit einem Volumen von 22,9 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 19,8 Milliarden Euro) werde die Lieferung der Geschosse an die US-Streitkräfte "in beispiellosem Tempo beschleunigen", erklärte der geschäftsführende Marine-Staatssekretär Hung Cao am Montag.

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Es sei von "entscheidender Bedeutung sicherzustellen, dass unsere Marine und die Streitkräfte insgesamt über die nötige Feuerkraft verfügen, die sie zur Abschreckung und zum Schutz des Heimatlandes brauchen", erklärte Cao weiter. Das Pentagon nutze "alle verfügbaren Mittel, um den Anforderungen unserer derzeitigen Einsätze gerecht zu werden".

Tomahawk-Marschflugkörper haben eine Reichweite von mehr als 1600 Kilometern und können damit für Präzisionsangriffe aus großer Entfernung genutzt werden. Die 1,5 Tonnen schweren Flugkörper können Sprengköpfe mit einem Gewicht von 450 Kilogramm transportieren und sind auf Angriffe auf stark befestigte Ziele wie Flugabwehrsysteme, Kommandozentralen und Militärflugplätze ausgerichtet. Tomahawks können dabei von Schiffen, U-Booten und vom Boden aus abgefeuert werden und treffen ihre Ziele in der Regel mit einer Genauigkeit von wenigen Metern.

Laut dem Zentrum für Strategie- und Internationale Studien (CSIS) sind auch die Bestände an Luftabwehrraketen vom Typ Patriot und THAAD durch den Konflikt mit dem Iran dramatisch geschrumpft.

CSIS-Schätzungen zufolge hatten die Streitkräfte vor ihrem Angriff auf den Iran am 28. Februar mehr als 2300 Raketen vom Typ Patriot und mehr als 450 vom Typ THAAD. Seitdem haben sich die Bestände der Anfang August veröffentlichten Analyse zufolge etwa halbiert - oder sogar mehr. Der Vorrat an THAAD-Raketen sei sogar zu "fast 80 Prozent" aufgebraucht, berichtete der Sender CNN.

Offizielle Zahlen gibt es dazu nicht. Die "Washington Post" berichtete aber Anfang August, dass US-Präsident Donald Trump bei einer Kabinettssitzung von Verteidigungsminister Pete Hegseth Aufklärung über Munitionsengpässe gefordert habe. Sowohl Trump als auch Hegseth bestritten später, dass die USA mit schwindenden Munitionsbeständen zu kämpfen hätten.

(N.Loginovsky--DTZ)

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