Deutsche Tageszeitung - 204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht

204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht


204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht
204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht / Foto: © AFP

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Betriebe erwarten eine Ernte von 934.000 Tonnen - 5,4 Prozent weniger als im Zehnjahresdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. "Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204 000 Tonnen beziehungsweise 17,9 Prozent unterschritten", erklärten die Statistiker.

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Äpfel sind das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Die Anbaufläche lag im vergangenen Jahr bei 32.700 Hektar, vor allem in Baden-Württemberg und Niedersachsen. Die beiden Bundesländer vereinen 61,1 Prozent der Apfelanbaufläche und erzeugen zwei Drittel der heimischen Äpfel, wie das Statistikamt erklärte.

In Baden-Württemberg wird den Angaben nach eine etwas überdurchschnittliche Ernte erwartet, in Niedersachsen eine um 5,9 Prozent niedrigere. In den anderen Bundesländern gibt es hingegen teils drastische Rückgänge, vor allem in Thüringen (minus 45,1 Prozent).

"Grund für die verhaltene Ernteprognose sind wiederkehrende Hitzeperioden und anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Sommer 2026", erklärten die Statistiker. "Dadurch fallen viele Äpfel vorzeitig vom Baum, bleiben sehr klein oder weisen Schäden durch Sonnenbrand auf." Hinzu kämen vereinzelt vollständige Ernteausfälle wegen Hagelschäden.

Besser lief es bei Pflaumen und Zwetschgen. Hier wird mit 49.300 Tonnen ein Ernteplus von 11,5 Prozent im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr wären dies zwar 3,9 Prozent weniger, 2025 war jedoch ein außergewöhnlich gutes Pflaumenjahr.

(I.Beryonev--DTZ)

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