Deutsche Tageszeitung - Wegen Red Bull: Foodwatch hält Jürgen Klopp für ungeeignet als Bundestrainer

Wegen Red Bull: Foodwatch hält Jürgen Klopp für ungeeignet als Bundestrainer


Wegen Red Bull: Foodwatch hält Jürgen Klopp für ungeeignet als Bundestrainer
Wegen Red Bull: Foodwatch hält Jürgen Klopp für ungeeignet als Bundestrainer / Foto: © AFP/Archiv

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hält Jürgen Klopp wegen dessen früherer Tätigkeit für den Energy-Getränkehersteller Red Bull als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für ungeeignet. "Das hätte ein Ausschlusskriterium sein müssen", sagte Foodwatch-Chef Chris Methmann dem "Tagesspiegel" (Donnerstagsausgabe) mit Blick auf Red Bull und Klopp. "Er hätte nie Bundestrainer werden dürfen."

Textgröße ändern:

Klopp "sollte sich bewusst machen, dass er eine Vorbildfunktion hat", führte Methmann aus. "Wie er das mit seiner vorigen Funktion bei Red Bull vereinbaren kann, ist mir schleierhaft." Im Deutschen Fußballbund (DFB) sei auch der Breitensport organisiert, argumentierte der Verbraucherschützer weiter. Jeder, der in Deutschland Fußball im Verein spiele, habe mit dem Verband zu tun. "Sollte sich der DFB gemeinmachen mit so einem Brausekonzern? Nein!"

Der Foodwatch-Chef forderte für den Verkauf von Energydrinks wie Red Bull eine Altersgrenze ab 18 Jahren. Deren Konsum könne nicht nur zu Schlafstörungen, Unruhe und Magen-Darm-Problemen führen, sondern in Verbindung mit Sport oder Alkohol sogar zu Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und Krampfanfällen, sagte er. Jugendliche könnten die Risiken nicht gut abschätzen. "Sie wissen nicht, was sie sich antun, wenn sie Energydrinks trinken. Der Staat hat hier eine Fürsorgepflicht."

Jürgen Klopp war vor knapp einem Monat als Nachfolger von Julian Nagelsmann zum neuen Bundestrainer ernannt worden. Zuvor war er als Fußballchef beim Red-Bull-Konzern tätig.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Exporte legen zu - Lieferungen in USA und nach China aber rückläufig

Die deutschen Exporte haben im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent zugelegt. Die Lieferungen in die USA und nach China sackten zwar deutlich ab, kompensiert wurde dies aber von deutlichen Steigerungen bei den Lieferungen in andere EU-Länder, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Importe, insbesondere aus China stiegen deutlich, die deutsche Außenhandelsbilanz verschlechterte sich so.

USA und Kanada signalisieren weitere Annäherung in Handelsverhandlungen

Die USA und Kanada haben am Mittwoch weitere Fortschritte in ihren Handelsgesprächen verkündet. US-Präsident Donald Trump bekräftigte wie am Vortag, dass es einen "Deal" gebe, es müssten nur noch die Unterlagen finalisiert werden. Später fügte er hinzu: "Wir werden möglicherweise einige der Zölle auf das Niveau anderer Länder senken, da Kanada bisher einen höheren Zoll gezahlt hat." Kanadas Premierminister Mark Carney sagte, die Verhandlungen "bewegen sich in Richtung einer Einigung".

Staatsverschuldung der USA steigt erstmals auf über 40 Billionen Dollar

Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf über 40 Billionen Dollar (34,3 Billionen Euro) gestiegen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte am Mittwoch das Finanzministerium in Washington. Demnach belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung zum Geschäftsschluss am Vortag auf 40,05 Billionen Dollar.

Burnham will Obdachlose bis Weihnachten von der Straße holen und Teil seines Gehalts spenden

Im Kampf gegen die Obdachlosigkeit hat Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham zusätzliche Mittel angekündigt, damit bis zum kommenden Weihnachtsfest kein Mensch mehr auf der Straße schlafen muss. "Niemand sollte sein Bett in einem Hausaufgang oder vor einem Bahnhof aufschlagen müssen", erklärte Burnham am Mittwoch. Er erklärte zudem, einen Teil seines Gehalts für Obdachlose zu spenden.

Textgröße ändern: