Deutsche Tageszeitung - Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal wird reduziert

Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal wird reduziert


Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal wird reduziert
Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal wird reduziert / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der durch das Klimaphänomen El Niño ausgelösten Trockenheit in der Region soll der Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal reduziert werden. Ab dem 3. September dürften täglich nur noch bis zu 34 Schiffe durch die Wasserstraße fahren, teilte am Donnerstag der Betreiber ACP mit. Ab Mitte September sollen es nur noch bis zu 32 sein. Derzeit durchqueren täglich 36 Schiffe die Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik.

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Wegen des gegenwärtigen El Niño sei es "im Einzugsgebiet des Kanals zu geringeren Niederschlägen als prognostiziert" gekommen, erklärte ACP. Deshalb müsse der Schiffsverkehr reduziert werden.

Für den Betrieb der Schleusen des Kanals sind große Wassermengen nötig - sie werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Die Wasserpegel in den Seen seien infolge der "negativen Auswirkungen des El-Niño-Phänomens" gesunken, erklärte ACP.

Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.

Der rund 80 Kilometer lange Panama-Kanal verbindet den Atlantik und den Pazifik. Fünf Prozent des weltweiten Seehandels passieren die Wasserstraße. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr gedroht, den einst von den USA gebauten Kanal wieder in Besitz nehmen zu wollen. Die USA hatten den Kanal gebaut und lange selbst betrieben, 1999 übertrugen sie die Kontrolle aber auf Panama.

(L.Møller--DTZ)

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