Deutsche Tageszeitung - Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf

Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf


Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf
Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor der Kabinettsklausur der schwarz-roten Koalition hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Bundesregierung zur Wachstumsförderung aufgefordert. Bei jeder Maßnahme der Bundesregierung müsse es "darum gehen, dass es auf Wachstum einzahlt", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Alles, was Wachstum hindert, darf im Moment nicht gemacht werden", fügte sie hinzu.

Textgröße ändern:

Gönner forderte die Bundesregierung zudem zur Umsetzung von Reformen auf. Es dürfe "nicht weiter diskutiert" werden, sondern müsse "schlicht in die Umsetzung" gehen, sagte sie. Das gelte etwa für die Rentenreform, bei der die Diskussionen "nicht hilfreich" gewesen seien.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei "ernst", betonte Gönner. "Man darf sich jetzt nicht, weil ganz leichte Erholungssignale da sind, zurücklehnen", sagte die BDI-Hauptgeschäftsführerin. Vielmehr seien Strukturreformen, ein Abbau der Bürokratie und eine Modernisierung des Staates von Nöten. Noch sei eine Umsetzung dieser Punkte weit entfernt.

Die Kabinettsklausur findet am Dienstag und Mittwoch auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg statt. Bei dem Treffen will die Bundesregierung ihre Pläne für die kommenden Monate festzurren. Unter anderem soll es um die Sicherung von industrieller Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätzen gehen.

Zuletzt hatte die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seiner Regierung teils deutlich zugenommen - aus Wirtschaft, Opposition und den eigenen Reihen. Merz wies die Kritik zurück und kündigte eine schnelle Umsetzung von Reformen und umfassende Entlastungen der Wirtschaft an.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

Textgröße ändern: