Deutsche Tageszeitung - Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten

Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten


Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten
Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Das US-Unternehmen Waymo will künftig Robotaxis in München anbieten und dafür schon in den nächsten Wochen Fahrzeuge für Testfahrten auf die Straßen der bayrischen Landeshauptstadt bringen. "In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein – zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert", erklärte die Tochter der Google-Mutter Alphabet am Dienstag. "Gegen Ende 2027 wollen wir unseren Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich machen."

Textgröße ändern:

"Wir beginnen mit der Kartierung des Straßennetzes und führen erste Testfahrten mit speziell geschultem Fachpersonal am Steuer durch", teilte das Unternehmen weiter mit. In dieser Erprobungsphase werde sichergestellt, dass das autonome System "optimal auf die Besonderheiten des Münchner Verkehrs abgestimmt wird". "Bei allen Schritten zur Vorbereitung unseres Fahrservices steht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger an oberster Stelle", versicherte Waymo-Co-Chef Tekedra Mawakana.

"Wir wollen Deutschland zu einem weltweit führenden Innovations- und Produktionsstandort für autonomes Fahren machen. Den Rechtsrahmen dafür haben wir bereits geschaffen", zitierte das Unternehmen den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte. Waymo habe "das Potenzial Deutschlands als rechtssicheren Standort nun erkannt: Er plant derzeit die erstmalige Markteinführung von autonomen Fahrzeugen in Deutschland im Regelbetrieb." Der Anspruch müsse sein, dass "diese Technologien nicht nur in Europa genutzt, sondern auch hier entwickelt und betrieben werden".

In Hamburg erprobt bereits Volkswagens Sammeltaxi-Dienst Moia autonomes Fahren in einem Testgebiet. Auch dort wird nach Angaben von Moia während der Testphase jede Fahrt "mit Sicherheitsfahrer*innen durchgeführt, die den gesamten Ablauf aktiv überwachen".

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"

Der erfolgreiche Flug der Trägerrakete Spectrum in die Erdumlaufbahn war nach den Worten des Chefs des bayerischen Startups Isar Aerospace, Daniel Metzler, nur "ein erster Schritt". "Das Ziel war nicht, nur eine Rakete zu starten, sondern viele Raketen zu starten", sagte Metzler am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz. Ein weiterer Startplatz in Kanada sei bereits im Bau, neben dem norwegischen Weltraumbahnhof Andöya, von dem aus Spectrum am Samstag als erste privat entwickelte Rakete vom europäischen Kontinent aus geflogen war. Das Unternehmen sei darüber hinaus mit mehr als zwei Dutzend Ländern im Gespräch, sagte Metzler weiter.

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Textgröße ändern: