Deutsche Tageszeitung - Auto-Expertin Keim sieht Chancen für VW - Stellenabbau unvermeidlich

Auto-Expertin Keim sieht Chancen für VW - Stellenabbau unvermeidlich


Auto-Expertin Keim sieht Chancen für VW - Stellenabbau unvermeidlich
Auto-Expertin Keim sieht Chancen für VW - Stellenabbau unvermeidlich / Foto: © AFP

Die Auto-Expertin Beatrix Keim hält harte Einschnitte und viele Stellenstreichungen bei Volkswagen für unvermeidlich, sieht in einer "Gesundschrumpfung" aber auch Chancen. Anschließend könne der Konzern über "rentable Marken, rentable Werke, eine dann effizientere, global orientierte Entwicklung und insgesamt eine Basis für die Zukunft" verfügen, sagte die Expertin vom Center Automotive Research in Duisburg dem Sender Bayern 2.

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Demnach müsse der gesamte VW-Konzern deutlich verschlankt werden. "Man kann es eigentlich nicht mehr anders machen", sagte Keim. Dabei müsse auch das Angebot vereinfacht werden: "Es geht ja definitiv auch darum, die Modellpalette und die Angebotskomplexität insgesamt hier zu bereinigen."

Mit Blick auf China sieht die Autoexpertin trotz starker Konkurrenz weiterhin Chancen. Die dortige Autoindustrie habe auch strukturelle Probleme: "Es gibt viel zu viele Anbieter, viel zu viele Hersteller, die wahrscheinlich fast alle von der chinesischen Seite nicht wirklich profitabel anbieten und arbeiten."

Volkswagen steckt wie auch andere deutsche Autobauer in der Krise. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner. Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung und vor allem das wegbrechende Geschäft in China die Unternehmen.

Konzernchef Oliver Blume hat deshalb weitere Sparbemühungen angekündigt und weitere 50.000 Stellenstreichungen in den Raum gestellt, die Hälfte davon in Deutschland. Auch Werksschließungen ab 2030 sind demnach vorstellbar. In dieser Woche finden in den Werken des Konzerns Betriebsversammlungen statt, bei denen der Konzernvorstand sich den Fragen der Beschäftigten stellt. Am Dienstag machten die Werke in Wolfsburg und Braunschweig den Aufschlag, am Mittwoch folgen Emden und Zwickau.

(L.Svenson--DTZ)

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