Deutsche Tageszeitung - Lage am Arbeitsmarkt weiter schwierig - Arbeitslosigkeit erneut leicht gestiegen

Lage am Arbeitsmarkt weiter schwierig - Arbeitslosigkeit erneut leicht gestiegen


Lage am Arbeitsmarkt weiter schwierig - Arbeitslosigkeit erneut leicht gestiegen
Lage am Arbeitsmarkt weiter schwierig - Arbeitslosigkeit erneut leicht gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt ist weiterhin gedrückt. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland legte im August erneut leicht zu und blieb damit über der Schwelle von drei Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote legte demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent zu.

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Insgesamt 3.061.000 Menschen waren den Angaben nach arbeitslos gemeldet. Das waren 54.000 mehr als im Juli und 36.000 mehr als im Vorjahresmonat. "Auch im August zeigt sich am Arbeitsmarkt jenseits des saisonüblichen Musters wenig Dynamik", erklärte BA-Chefin Andrea Nahles. "Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung der vergangenen Monate fort".

"Das Risiko, durch den Verlust der Beschäftigung arbeitslos zu werden, ist im langjährigen Vergleich trotz kontinuierlicher Anstiege nach wie vor relativ klein", erklärte das Bundesarbeitsministerium zu den Daten. "Die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder eine Beschäftigung zu finden, verharren jedoch auf einem niedrigen Niveau."

Vor Beginn des Ausbildungsjahres waren laut BA noch 102.000 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem stehen 116.000 Ausbildungsstellen gegenüber, die noch unbesetzt sind. Die Agentur verweist darauf, dass sich die Zahlen bis zum Ende des Berichtsjahres am 30. September noch deutlich verändern dürften.

"Als Bundesregierung tun wir alles für mehr Wirtschaftswachstum, um den Arbeitsmarkt zu stärken", versicherte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Im Herbst würden erste Schritte für einen effizienteren Sozialstaat umgesetzt, zudem investiere der Bund in Qualifizierung und Weiterbildung. "Für junge Menschen gilt es jetzt, die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu nutzen und so den Weg in eine gute berufliche Zukunft etwa im Handwerk zu starten", ergänzte Bas.

(P.Tomczyk--DTZ)

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