Deutsche Tageszeitung - Auswärtiges Amt zu Trumps Umbenennung: "Für uns heißt es weiter Lake Ontario"

Auswärtiges Amt zu Trumps Umbenennung: "Für uns heißt es weiter Lake Ontario"


Auswärtiges Amt zu Trumps Umbenennung: "Für uns heißt es weiter Lake Ontario"
Auswärtiges Amt zu Trumps Umbenennung: "Für uns heißt es weiter Lake Ontario" / Foto: © AFP

Trotz der Umbenennung des Ontariosees durch US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit Kanada hält die Bundesregierung an der bisherigen Bezeichnung fest. "Für uns heißt es weiter Lake Ontario, wie der übliche Name ist", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin. "Es ist eine amerikanische Entscheidung, diesen See anders zu bezeichnen. Die hat erstmal keine weiteren Auswirkungen auf andere Länder."

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Auf die Frage, ob Deutschland nicht fürchten müsse, den Groll Trumps auf sich zu ziehen, wenn es weiter von Ontariosee spreche, sagte der Außenamtssprecher: "Es geht hier um die Bezeichnung von Wasserwegen. Und das sollte nicht Anlass sein, um politischen Groll gegen irgendjemanden zu hegen." In den USA werde Fußball auch Soccer genannt, "deswegen wird es nicht in anderen Ländern auch Soccer genannt".

Trump hatte den an der Grenze zwischen den USA und Kanada gelegenen Ontariosee am Donnerstag (Ortszeit) per Dekret in "Amerikasee" (Lake America) umbenannt. Der kanadische Premierminister Mark Carney wies die Benennung entschieden zurück.

Hintergrund von Trumps Entscheidung ist der in den vergangenen Tagen eskalierte Zollstreit zwischen den USA und Kanada. Bereits am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit hatte Trump im Januar 2025 den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" umbenannt.

(P.Hansen--DTZ)

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