Deutsche Tageszeitung - IW Köln erwartet kaum Veränderungen durch Attestpflicht ab Tag eins

IW Köln erwartet kaum Veränderungen durch Attestpflicht ab Tag eins


IW Köln erwartet kaum Veränderungen durch Attestpflicht ab Tag eins
IW Köln erwartet kaum Veränderungen durch Attestpflicht ab Tag eins / Foto: © AFP/Archiv

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) erwartet kaum Veränderungen durch die geplante Attestpflicht für Arbeitnehmer ab dem ersten Krankheitstag. Rechtlich ändere sich wenig, denn ein Attest ab dem ersten Tag können Arbeitgeber schon heute verlangen, erklärte der IW-Ökonom Jochen Pimpertz am Samstag. Mit Blick auf den Verwaltungsaufwand könnten Betriebe auch künftig darauf verzichten.

Textgröße ändern:

Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, Arbeitnehmer zu verpflichten, ein Attest bereits ab dem ersten Fehltag vorzulegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verwies dabei auf den hohen Krankenstand. "Ob der Krankenstand damit sinkt, bleibt offen", schränkte Pimpertz ein.

Einer Studie des Kölner Wirtschaftsinstituts zufolge sind die Kosten durch Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall für deutsche Unternehmen inzwischen auf 86 Milliarden Euro gestiegen - der höchste Stand jemals. Angesichts der in den vergangenen Jahren ebenfalls gestiegenen Löhne und Zahl der Beschäftigten war der Höchststand allerdings erwartbar.

Ob der Anstieg der Kosten auch auf einen gestiegenen Krankenstand zurückzuführen ist, ist auch laut IW nicht sicher. Der Krankenstand ist insbesondere mit der elektronischen Erfassung der Atteste im Jahr 2022 deutlich gestiegen. "Ob dahinter auch mehr tatsächliche Fehlzeiten im Betrieb stehen oder nur eine vollständigere Erfassung, ist nicht abschließend geklärt", erklärten die Kölner Experten.

"Womöglich macht sich der demografische Wandel bemerkbar: Ältere Beschäftigte erkranken häufiger an Muskel- und Skeletterkrankungen, deren Genesung länger dauert", führten die Ökonomen aus. "Zudem haben psychische Erkrankungen zugenommen. Sie machen zwar kaum fünf Prozent aller Krankheitsfälle aus, verursachen aber rund 13 Prozent aller Ausfalltage."

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Trump: "Negative Kräfte" hinter Forderungen nach Drosselung von KI-Entwicklung

US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wegen Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Hinter derartigen Forderungen stünden "negative Kräfte", sagte Trump am Sonntag während seines Besuchs in Irland.

Türkei: Zahlreiche Festnahmen bei Razzien in Bars und gegen LGBTQ-Organisationen

In der Türkei hat die Polizei am Sonntag Razzien in Kneipen und Wohnungen von LGBTQ-Aktivisten vorgenommen und dabei zahlreiche Menschen festgenommen. Justizminister Akin Gürlek erklärte im Onlinedienst X, in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften seien "Verfahren gegen 162 Verdächtige, neun Organisationen und 13 Unternehmen in insgesamt 15 Provinzen" eingeleitet worden, darunter die Großstädte Istanbul, Ankara und Izmir. Der LGBTQ-Organisation Kaos GL zufolge wurden "mehr als zehn" ihrer Mitglieder nach Hausdurchsuchungen festgenommen.

Gefahren durch KI: Digitalministerium gegen Stopp der Entwicklung in Europa

Angesichts der lauter werdenden Warnungen vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) hat das Bundesdigitalministerium die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit betont. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) unterstütze die Schaffung einer unabhängigen, internationalen KI-Aufsicht, sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Deutschland wolle dieses Thema in Gespräche mit den USA und China im Rahmen der G7-Gruppe einbringen. Einen Stopp der KI-Entwicklung in Europa sehe das Ministerium hingegen "kritisch und als nicht gangbaren Weg".

iPhone 18預購後出現可疑扣款 四間銀行調查未授權交易

iPhone 18 Pro系列開放預購後,多名網民表示未成功購機卻收到信用卡扣款通知。滙豐、恒生、渣打及中銀表示會調查受影響客戶的交易,並在適用情況下啟動退單程序。

Textgröße ändern: