Deutsche Tageszeitung - Benzinpreis auf neuem Allzeithoch - Dieselpreis ganz knapp davor

Benzinpreis auf neuem Allzeithoch - Dieselpreis ganz knapp davor


Benzinpreis auf neuem Allzeithoch - Dieselpreis ganz knapp davor
Benzinpreis auf neuem Allzeithoch - Dieselpreis ganz knapp davor / Foto: © AFP/Archiv

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen sind weiter gestiegen: Der Preis für einen Liter Super E10 im Tagesdurchschnitt kletterte am Dienstag auf 2,300 Euro und damit wieder auf ein neues Allzeithoch, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. Der Dieselpreis lag mit 2,422 Euro im Tagesdurchschnitt nur noch 2,4 Cent unter seinem Allzeithoch vom April.

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Im Vergleich zum Vortag legte der Preis für E10 nach Angaben des ADAC um 1,4 Cent zu. Diesel verteuerte sich um einen Cent.

Ein Grund für die steigenden Preise ist der hohe Preis für Rohöl. Am Dienstagabend lag der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent bei fast 109 Dollar, der für die US-Sorte WTI stieg im Vergleich zum Vortag um 4,4 Prozent auf fast 106 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Seit Februar dieses Jahres sind die Öl- und Gasmengen auf dem Weltmarkt infolge des im Februar von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieges deutlich verknappt. Zum einen greift Teheran regelmäßig US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in den mit den USA verbündeten Golfstaaten an. Überdies ist die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus faktisch blockiert.

Mit der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer steht zudem eine weitere wichtige Transportroute zunehmend unter Druck: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über die Meerenge übernommen. Zudem schloss Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Huthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, vorübergehend die wichtige Ost-West-Pipeline nach Huthi-Drohnenangriffen.

Auch Russlands Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auf die Energiemärkte aus. Als Reaktion auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe greift die Ukraine seit Monaten gezielt Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier.

(W.Novokshonov--DTZ)

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