Deutsche Tageszeitung - Etwas mehr Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr - Fernverkehr rückläufig

Etwas mehr Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr - Fernverkehr rückläufig


Etwas mehr Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr - Fernverkehr rückläufig
Etwas mehr Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr - Fernverkehr rückläufig / Foto: © AFP

Im ersten Halbjahr haben etwas mehr Menschen den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen genutzt. Das Fahrgastaufkommen im öffentlichen Personennahverkehr stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 5,7 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. "Drei Jahre nach Einführung des Deutschland-Tickets gab es somit noch einen geringen Anstieg der Fahrgastzahlen im Nahverkehr", erklärten die Statistiker.

Textgröße ändern:

Beim Nahverkehr mit Eisenbahnen gab es demnach einen Anstieg um ein Prozent auf 1,4 Milliarden Fahrgäste. Das Fahrgastaufkommen in Straßenbahnen stieg ebenfalls um ein Prozent auf rund zwei Milliarden Fahrgäste. Den Nahverkehr mit Bussen nutzten 2,7 Milliarden Fahrgäste - zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Fernverkehr, der in Deutschland von der Deutschen Bahn dominiert wird, gab es hingegen einen Rückgang der Fahrgastzahlen um zwei Prozent. Speziell der Eisenbahnfernverkehr verzeichnete ein Minus von drei Prozent. Die Statistiker gehen davon aus, dass sich "witterungsbedingte Beeinträchtigungen des Bahnbetriebs" auswirkten. Im Januar und Februar hatten Schnee und Eis die Pünktlichkeit im Fernverkehr der DB massiv beeinträchtigt, im Juni sorgte eine Hitzewelle für zahlreiche Ausfälle und Verspätungen.

Einen Zuwachs von zehn Prozent verbuchte hingegen der Fernverkehr mit Bussen. Mengenmäßig waren die Fernbusfahrgäste mit 5,4 Millionen gegenüber Fernbahnreisenden (69 Millionen) aber weiterhin deutlich in der Unterzahl.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Automobil-Aktionstag: IG Metall kritisiert auch "mangelhafte Industriepolitik"

Die IG Metall hat an dem von ihr ausgerufenen Automobil-Aktionstag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene kritisiert. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte am Montag im Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU. An die Bundesregierung gerichtet verlangte sie eine Fortführung des Blockmodells für die Altersteilzeit.

China wird wichtigstes Lieferland für Importautos - Handel mit USA rückläufig

China ist in den ersten sieben Monaten diesen Jahres für Deutschland zum wichtigsten Lieferland für Importautos geworden. Die Autoimporte aus Fernost legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 120,9 Prozent auf 175.000 Pkw zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch die Autoimporte aus Tschechien legten um 22,9 Prozent zu, dennoch fiel das Nachbarland im Ranking nun hinter China zurück.

Sehr gute Kirschenernte - auch überdurchschnittlich viele Birnen

Die Kirschenernte in Deutschland ist in diesem Jahr sehr gut ausgefallen. Zum Stichtag 20. August hatten die Betriebe 48.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen geerntet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das sind 3,0 Prozent mehr als im ebenfalls guten Vorjahr und 7,8 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Auch die Birnenernte dürfte demnach gut werden.

Umfrage: Jedes zweite Unternehmen sieht Bürokratie als größtes Standortproblem

Jedes zweite Unternehmen in Deutschland nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Problem des Wirtschaftsstandorts. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Münchener Ifo-Instituts folgen auf Platz zwei der Standortnachteile mit deutlichem Abstand die Energiekosten (27 Prozent) und die Arbeitskosten (22 Prozent). Vor allem für mittlere und große Unternehmen ist demnach die Bürokratie das größte Hemmnis.

Textgröße ändern: