Deutsche Tageszeitung - Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern


Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern
Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern / Foto: © AFP

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

Textgröße ändern:

"Die Schiene ist eines der wichtigsten Zukunftsprojekte unserer modernen Mobilität", erklärte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) zur Eröffnung. Kein anderes System bewege so viele Menschen und so viele Güter so energieeffizient und klimafreundlich. "Die Innotrans zeigt uns, wie moderne Mobilität von morgen aussieht."

Nach Angaben der Messe Berlin werden auf der Innotrans 180 Weltpremieren gezeigt, darunter zahlreiche neue Fahrzeuge. Im Mittelpunkt stehen alternative Antriebe - wie eine wasserstoffbetriebene Hybrid-Lokomotive des chinesischen Herstellers CRRC - und fahrerlose Fahrzeuge.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellte mit weiteren Projektbeteiligten ein neues Konzept für den europäischen Nachtzugverkehr namens Alisa vor - der Name steht für " angebotsdifferenziertes, leichtes und innovatives Schlafwagenkonzept". Herzstück ist laut DLR "eine leichtbauoptimierte Einheit aus drei fest gekuppelten Doppelstockwagen mit einer Gesamtlänge von rund 46 Metern".

Bisher waren klassische Schlaf- und Liegewagen vor allem für den Einsatz in der Nacht konzipiert, während sie tagsüber meist stillstanden, erklärte die DLR. Für einen wirtschaftlichen Betrieb müssten die Fahrzeuge aber "häufig eingesetzt werden können". Für Alisa wurden standardisierte Segmente entwickelt, die unterschiedliche Innenraumkonfigurationen ermöglichen. Vorgesehen seien Angebote vom klassischen Sitz und Schlafsessel über private Einzel- und Doppelkabinen bis zu größeren Abteilen für Familien sowie für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Selenskyj: "Erhebliche Schäden" am Stromnetz der Ukraine durch russische Angriffe

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen.

Textgröße ändern: