Deutsche Tageszeitung - Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent

Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent


Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent
Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent / Foto: © AFP/Archiv

Die Autoneuzulassungen in der EU sind in den ersten acht Monaten des Jahres gestiegen - vor allem der Verkauf von Elektro- und Hybridautos legte auch dank staatlicher Förderung kräftig zu. Zwischen Januar und August wurden rund 1,64 Millionen reine Elektroautos neu zugelassen, ein Anstieg um 44,9 Prozent im Vorjahresvergleich, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Gründe seien Förderprogramme für E-Autos in vielen Ländern und eine größere Modellauswahl.

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Insgesamt wurden in den acht Monaten bis August rund 7,5 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Plus von 5,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Mehr als zwei Drittel dieser Autos (68 Prozent) waren E-Autos, Hybridautos oder Plugin-Hybride. Der Marktanteil reiner E-Autos lag bei 21,7 Prozent. Vor allem in Deutschland, Frankreich und Dänemark legten die Verkäufe reiner E-Autos sehr stark zu.

Meistverkaufte Antriebsart war in den acht Monaten weiterhin der Plugin-Hybrid: Hier wurden 2,7 Millionen Neuzulassungen registriert, ein Marktanteil von 36,6 Prozent. Die Neuzulassungen von Benzin- und Dieselautos gingen weiter zurück.

Autoexperte Constantin Gall vom Beratungsunternehmen EY erklärte, die Förderprogramme für E-Autos in vielen EU-Ländern hätten für den massiven Anstieg der Elektro-Neuzulassungen gesorgt und auch den Gesamtmarkt "ins Positive" geschoben. Der Aufwärtstrend sei also "in erster Linie auf die Subventionierung der E-Mobilität zurückzuführen".

Er mahnte, die Autohersteller müssten sich auf "weitere schwierige Jahre einstellen". Die konjunkturelle und politische Situation bleibe sehr schwierig, eine Verbesserung der Lage sei nicht absehbar. Stattdessen stiegen die Risiken. Der hohe Ölpreis, Furcht vor einer Energiekrise im Winter, eine hohe Inflation, eine steigende Arbeitslosigkeit gerade unter jüngeren Leuten und das Erstarken der politischen Ränder - "all das führt zu Verunsicherung und Kaufzurückhaltung".

Die Fördermaßnahmen für E-Autos kämen außerdem "überproportional stark" chinesischen Herstellern und dem US-Unternehmen Tesla zugute, betonte Gall. Diese böten im niedrigeren und mittleren Preissegment teilweise sehr wettbewerbsfähige Modelle und oft zudem auch attraktive Finanzierungskonditionen an. Im August sei jeder neunte in der EU neu zugelassene Pkw ein chinesisches Fabrikat gewesen. Der Marktanteil deutscher Hersteller dagegen schrumpfe - im August von 41,3 Prozent auf 39,1 Prozent.

(N.Loginovsky--DTZ)

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